Mittwoch, 31. Oktober 2012

Samhain

Letztes Jahr zu Samhain habe ich diese Seife zum ersten mal gesiedet. Sie duftet nach Räucherstäbchen und glücklicherweise war sie so rasant schnell ausverkauft, dass ich sie fest ins Sortiment übernommen habe - denn ich liebe diesen Duft und siede sie total gerne. Letztes Jahr hieß sie "All Hallow's Eve" und seither habe ich sie pragmatischerweise in "Königin der Nacht" umgetauft. Aber nur wegen ihrer Optik, denn der Duft hat mit der Orchidee nichts gemein.





Heute ist ja wieder Samhain oder auch Halloween und der eine oder andere von Euch begeht vielleicht morgen Allerheiligen.   Mit der amerikanischen Halloween-Variante hab' ich's nicht so, aber Samhain als Fest für die Ahnen und die Verstorbenen bedeutet mir etwas. Ich habe zum Glück noch nicht viele Menschen aus dem Leben verabschieden müssen, aber komischerweise sind die wenigen fast alle nahe an Samhain gestorben. Passend irgendwie. Letzte Woche ist jemand viel zu früh gegangen, der mir wichtig war und der mein Leben bereichert hat. Er hatte einen kurzen, schmerzhaften Abschiedsweg und dennoch war er zum Schluss in der bewundernswerten Lage, selbst zu entscheiden, dass nun die Geräte abgeschaltet werden sollen. 
Und ich weiß, ihm geht es jetzt gut.

Das mag sich morbide anhören, aber ich mag Samhain und finde es eigentlich schön, dass es einen Tag gibt, der dazu dient an die zu denken, die gegangen sind. Das muss gar nicht schwermütig sein, denn ehrlich gesagt ist fast niemand von "meinen Gegangenen" ein schwermütiger Mensch gewesen und ich kann mir nicht vorstellen, dass es sie es von-wo-auch-immer gerne sehen würden, dass man in Trauer verharrt. Ich zünde einfach Kerzen an, um zu würdigen, was sie mir bedeutet haben und dann lass ich an diesem Tag Raum für die schönen Gedanken an diese Seelen. Hört sich geschwollen an irgendwie, mach ich aber so.
In anderen Kulturen haben Ahnen auch nach ihrem Tod einen festen Platz in der Familie und das Sterben ist nicht mit so viel Schrecken belegt wie bei uns. Für mich fühlt sich das stimmiger an, denn am schwierigsten ist der Tod ohnehin vor allem für die, die bleiben und nicht für die, die gegangen sind.  

Ich zünde also heute meine Kerzchen an, trinke einen Met auf C. und denke an die schönen Momente.
Habt ein schönes Samhain!

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Motley Crew

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Nee, nicht Mötley Crüe, sondern Motley Crew. Das ist die Erinnerungsseife an unser erstes richtiges BaWü-Siedertreffen, das am vergangenen Samstag statt gefunden hat.

Ich war total im Eimer, weil ich gerade in den letzten Zügen der vorweihnachtlichen Produktion bin und gefühlte 48-Stunden-Tage habe. Oder eigentlich hätte ich gerne, dass meine Tage 48 Stunden haben, dann könnte ich zumindest noch 12 für Freizeit und Schlafen reservieren. Aber egal: ich bin zum Glück trotzdem hin, denn es war so toll! Wir waren eine absolut kunterbunte Gruppe (daher auch der Seifenname) und es war total schön, wie alle mit großem wohlwollenden Interesse und Freude aufeinander zugegangen sind, anstatt sich durch die Unterschiedlichkeiten unwohl zu fühlen. Spannend war außerdem, dass die Begeisterung für das Sieden offenbar kein Ende kennt: wir haben uns den ganzen Tag begeistert über Seifen, Verpackungsmöglichkeiten, Seifenbücher etcetc... unterhalten und zuviel wurde das - glaube ich - keinem. Sehr beeindruckt haben mich auch die Hydrolate einer Teilnehmerin und sie hat sie so großzügig an uns verschenkt, dass wir uns einfach abfüllen durften, was wir gerne mochten. Supertoll! Vor allem weil eine geeignete Destille auch auf meinem eigenen Wunschzettel für Weihnachten steht. 

Großes Glück hatten wir außerdem mit dem Wetter, denn wir waren doch schon einige Leute und hätten uns im Haus wohl stapeln müssen. Aber dank trockener Witterung und angenehmen Temperaturen konnten wir draußen sitzen, uns vom gastgebenden Hahn im Korb begrillen lassen und die Herbstsonne genießen.




Ja, aber jetzt mal zur Seife: das Farbthema habe ich gewählt, weil wir eben ein bunter Haufen waren, der sich getroffen und mit so viel Spaß vermischt hat und weil wir den Tag draußen im Grünen unter blauem Himmel verbracht haben.

Sie besteht aus Raps, Palm (bio&fair, anderes will ich nicht mehr), Olive, Kokos, Babassu und Rizi und weil die Aloe Vera Gesprächsthema war auf dem Treffen, ist die Lauge mit Aloe Vera Saft angerührt. Der Duft ist durch die Hydrolate inspiriert, die S. an uns verschenkt hat und ist daher eine wilde Mischung aus Salbei, Rosmarin, Rosengeranie, Lavendel und zum Abrunden Tangerine und Vanilla Sugar. Erstaunlicherweise duftet das sehr lecker.


 Also: toll wars und auf jeden Fall eine Erinnerungsseife wert. Aber für das nächste Mal wünsche ich mir ein Treffen in einer etwas entspannteren Zeit. 

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