Samstag, 23. Juni 2012

Lieblingsseifen und ein Rizinus-Experiment

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Zur Zeit siede ich lauter Lieblingsseifen nach, das ist richtig schön! (Falls sich jemand bei der Gärtnerseife aus dem letzten Post gewundert hat: die ist natürlich super pflegend und mit Lanolin und allem und mit sanftem Schrubbel. Sonst wäre sie ja keine Gärtnerseife *g*)

Vor ein paar Tagen habe ich meine Cerridwenseife nachgesiedet und die ist für mich auch ein Lieblingsstück. Bei ihr freue ich mich jedesmal, wenn ich die Optik so reproduzieren kann, wie sie in meinem Kopf sein "muss". Die möglichst genaue Reproduktion ist übrigens einer der Aspekte, an dem ich meine siederischen Fähigkeiten ein wenig zu messen versuche - aber das nur nebenbei. Für mich sind alle meine mythischen Themenseifen Herzensseifen, die ich jedesmal mit einer besonderen Freude siede und die meistens auch  erst nach ausführlicher (und leidenschaftlicher) Konzeptionierung entstehen. Bei der Cerridwen ist aber noch besonders, dass sie Haselnussöl enthält, was ich sehr mag, aber nicht oft verseife (es vertragen einfach doch eine ganze Reihe an Menschen nicht) und dass ich in irgendeiner spontanen Glanzstunde ihren Duft so hinbekommen habe, dass er eine Moschusnote hat ohne zu schwer zu sein und ohne zu "modern".
Eine Hexenseife irgendwie. 
Wer mag, kann sich gerne hier meine "Geschichte" durchlesen, die hinter dieser Seife steckt.




Und gestern ist dann noch recht spontan zusammen mit Misslonely aus dem Seifentreff ein Experiment entstanden. Und zwar wollte sie Rizinus pur verseifen, um zu sehen, wie sich das als 1-Öl-Seife macht. Nachdem sie dann aber die Ergebnisse des 1-Öl-Seifen-Projekts aus dem alten NSF durchgelesen hat und wir uns darüber unterhielten, beschlossen wir beide ein 80-20 Rezept zu versuchen und die Ergebnisse zu vergleichen. Spannend war nämlich bei den meisten Erfahrungen mit purem Rizinus, dass sie oft bockelhart wurde, null schäumte, teilweise nicht richtig verseifte und vor allem auch null pflegte. Wenn man dagegen Rizinus in geringer Menge zugibt ist es eher dafür bekannt, dass es die Seife weich machtund auch einen zumindest nennenswerten pflegenden Aspekt hat. Jetzt interessiert uns natürlich, wo da eigentich die Grenze ist? Was passiert, wenn man 80% Rizi mit 20% Kokos kombiniert? Unterstützt soviel Rizinus noch die Schaumeigenschaften von Kokos oder nicht mehr? Wird sie eher weich oder auch so krass hart wie die 100%igen? Und wird sie überhaupt was?

Ja. Tatsächlich hat sie schneller angedickt, als ich das sonst von Rezepten mit 80% flüssigen Ölen kenne - ich habe sie eher in die Form gelöffelt und gestrichen als gegossen und die ersten probegewaschenen Fitzelchen schäumen weniger als das sonst so die Fitzelchen direkt nach dem Ausformen tun (eigentich schäumts gar nicht). Sie ist schneeweiß geworden und sie riecht nach Rizinusöl. Ich bin mal gespannt, wie sie sich in 6 Wochen macht. Hier ist das kleine Spachtelstückchen:



Und jetzt verabschiede ich mich in eine geniales Wochenende mit einem Höhlen-Trommelkonzert.
Liebe Grüße an Euch alle! 


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Freitag, 22. Juni 2012

Seife für Gartenhände und eine unglaublich tolle Überraschung

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Ich habe sie zwar schon vor einer Weile gesiedet, aber vor die Kamera hat sie es erst im "reifen Zustand" geschafft: meine Basilikum-Seife mit dem überaus kreativen Namen "Kräutertopf" 



Ich mag den frisch-herb-krautigen Duft von Kräuterseifen unglaublich gerne, was mit ein Grund ist, warum ich diese Seife so gerne siede. Ein anderer Grund ist das satte grün. Manchmal brauche ich das einfach.

Und dann hat mir der Postbote heute eine wunderschöne Überraschung gebracht, guckt mal:


Gewiefte Blogleser erkennen vielleicht dieses Tuch, denn Nane hat vor kurzem berichtet, dass sie den Stoffdruck für sich entdeckt hat und wenn Nane irgendetwas anpackt, dann richtig. Dieses Päckchen ist ein verspätetes Geburtstagsgeschenk von ihr und es war (wie immer) eine Erlebnis für sich, das Päckchen auszupacken, weil sie alles einzeln liebevoll verpackt und so viele kleine Aufmerksamkeiten dazu packt, die einfach allesamt Freude machen! Nicht aufs Bild geschafft haben es die Badepralinen und die Erdbeerminzpflänzchen (duftet die lecker!!!), aber den Rest habe ich in mein Fotozelt gepfercht und geknippst.  


Dieses Tuch ist der absolute Hammer! Ich weiß ja schon, dass sie nie schludert, wenn sie etwas Kunsthandwerkliches beginnt, aber sowas hatte ich echt nicht erwartet. Schade, dass ich es fotografisch nicht so richtig würdig wiedergeben kann, aber eine Extraaufnahme will ich Euch dennoch zeigen: 



Und dann ist dieses Buch auch eine besondere Perle, denn ich backe total gerne und da sind wahnsinnig appetitliche Rezepte drin, die ich bisher noch nicht habe. Aaaber darüber hinaus (und ich möchte mal wetten, dass das ein grund für die Auswahl war) suche ich immer nach Anregungen und guten Anleitungen für Tortenverzierungen, weil  ich ja vor allem bei meinen Seifentorten die Deko fast immer auch aus Seife erstelle. Das ist ein Tick von mir, der mir einfach Spaß macht. Und in diesem Buch sind wirklich zuckersüße Dekoideen umgesetzt, guckt mal zum Beispiel diesen Elefanten hier:



Herrlich!
Ganz vielen lieben Dank, Nane, das hat mich heute SO gefreut!!!!

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Mittwoch, 13. Juni 2012

Ursalz-Seifen, eine Engelstorte und wovon ich mir noch was abgucken kann

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Völlig schlicht, aber ich mag die Form einfach total gerne: Gästeseifen als Triskelen



Eine Händlerin, die unterschiedlichste Salze (unglaublich, was es alles gibt!) und Salzprodukte vertreibt, bat mich Salzseifen für ihren Mittelaltermarktstand herzustellen und (yeeeiii!) da hatte ich endlich einen Grund die Gästeseifen-Triskelen-Form zu nutzen. Ursalz fand ich dann irgendwie passend. Ob ich die Seife schnöde Ursalz-Seipha oder völlig "un-A" aber MA-publikumswirksam Ursalz-Seyfe oder doch irgendwie ganz poetisch benenne, guck ich mal noch...


Dann habe ich natürlich wieder getortelt und wie Ihr dabei sehen könnt, ist in den neuen Räumlichkeiten noch nicht alles optimiert: meiner Fotoausrüstung fehlt gerade eine Lampe und der Platz ist auch noch nicht optimal. Daher gibts bei mir gerade Bilder mit Hintergrund in hippem Hellgrau:



Das ist eine total lecker duftende Torte, deren Duft ich aber so schwer beschreiben kann, weil nichts so richtig dominiert. Kennt Ihr "Sanften Engel"? Diese Orangensaftsache mit Vanilleeis? Also statt Orange ist es Lemongras und etwas Sanddorn und ein Minihäuchlein Lavendel... Okay. Hat dann zwar mit dem sanften Engel nicht mehr so richtig viel gemeinsam, aber der Duft erinnert mich trotzdem daran. 


Und dann habe ich heute bei uns im Garten dieses wunderhübsche Geschöpf entdeckt: 



Ist sie nicht prächtig?
Sie hat dann irgendwann abgedreht. Etwa eine Stunde lang...
Und dabei wurde mir ziemlich deutlich, dass ich mir an ihr wirklich ein Beispiel nehmen kann: man darf sich Zeit nehmen (für wichtige Dinge wie Richtungsänderungen z.B. *g*). Ich ticke meistens ziemlich temporeich und bin eher selten in gelassener Langsamkeit, dabei ist so ein Innehalten manchmal wirklich wertvoll. Meine Katze macht's mir ja auch tagtäglich vor:



Das ist ihre tägliche Mittagsschlafhaltung. Auf dem Rücken und manchmal alle Viere weit von sich gestreckt - irgendwie cool. Sie hat sich auch mit ihrer Kastrationswunde (daher jetzt noch die kürzeren Bauchhaare) zu keinem Zeitpunkt zu verwundbar gefühlt, um sich auf dem Rücken schlafen zu legen. 


Ich wünsche Euch noch eine wunderschöne Nacht!

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Samstag, 9. Juni 2012

Modefarben



Ehrlich gesagt habe ich mich mit "Trends" und Modefarben bislang nie beschäftigt- ich bin irgendwie modisch zu unflexibel, glaube ich, um mich bereitwillig auf jede neue Richtung einzulassen. Manchmal habe ich es gerade erst geschafft meine Augen an den letzten Trend zu gewöhnen und dann wechselt das schon wieder! Also empfinde ich mich selbst eher als eine Art modisches Rhinozeros, denn als Modegazelle und umso erstaunlicher ist es jetzt für mich, "Trends" in der farblichen Gestaltung von Hochzeiten zu erleben.

Dieses Jahr ist in: Bordeaux mit Crème.

Gerade eben sind zum wiederholten Mal Gastgeschenke in exakt derselben Farbkombi und Deko abgeholt worden, ohne dass sich die Brautleute kennen. Spannend oder?



Ich habe gerade noch die Kamera "drauf gehalten", als der Brautvater kam - zum "Posieren" haben sie es nicht vor die Linse geschafft. (Aber wozu auch? Ich habe ja schon Bilder von Bordeaux-Creme-farbenen Cupcakes mit Herzchen drauf ...)

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Mittwoch, 6. Juni 2012

Wer Katzen hat...

... der lasse keinen leeren Korb herumstehen. Eh man sich versieht, wechselt er sonst den Besitzer. 



Schließlich will Katze ja auch nicht immer nur die alten Kartons, die ihr eh schon lange gehören...



Wenn ich nicht fast alles an ihr so unglaublich goldig fände, würden mich ihre Marotten hin und wieder nerven.

Montag, 4. Juni 2012

ein paar Eindrücke


Schon länger wollte ich Euch mal ein paar Eindrücke von unserer neuen Wohn- und meiner neuen Arbeitsstätte zeigen, nur war immer irgendwas *wichtiger* als zu fotografieren oder zu bloggen . Aber mittlerweile sind wir doch an dem Punkt angelangt, dass alle Kartons entpackt sind (echt! Alle!) und die Veränderungen hier langsamer vonstatten gehen, da zwar noch lange nicht alles fertig ist, aber die wesentlichen Dinge jetzt an ihrem Platz sind. 

Von daher: kommt doch mal ne Runde spickeln 




Hier gab es gewaltig viel zu tun. Das Haus hat zuletzt einer alten Dame gehört, die körperlich nicht mehr in der Lage war, richtig dafür zu sorgen. Deshalb war auch unser Garten so zugewuchert und die Raumgestaltung war teilweise kriminell unästhetisch.  Aber wir haben uns nicht abschrecken lassen und ich finde, es hat sich gelohnt.

So ist aus der wirklich allerhässlichsten Toilette, die weltweit zu finden sein konnte, ein Örtchen geworden, auf dem man sich auch wohl fühlt (voll wichtig, find' ich) :




Wo ehemals unglaubliche gilbgelb-braune Textiltapete die Wand zierte, haben wir jetzt ein helles Wohnzimmer und weil wir Filmkuschler sind, haben wir uns ein Sofa gegönnt mit extra großer Sitztiefe:



klare Ansage (falls man das lesen kann) :


Ein weiteres Gartenfundstück, das (dem Alter unseres Nachbarjungen und dem Film "Cars" nach zu urteilen) vermutlich knapp 6 Jahre unter Efeu begraben gewesen sein dürfte:



Und jetzt zu dem, was Euch vermutlich mehr interessiert: die Siederei.

Wo vorher hübsch hässliche Textiltapete in beigebraun war (ja,  nochmal), habe ich jetzt  im Büro eine ganze Wand mit Reiferegalen in komfortabler Variante:



Ich habe eine große Schwäche für alte Apotheken und deren Ausstattung. Und Apothekengläser finde ich nicht nur schön, sondern auch unheimlich praktisch, weshalb ich sie gerne zum Aufbewahren von trockenen Siedezutaten nehme (ich kaufe sie übrigens bei Bösner, da sind sie bezahlbar) . Das ist ein Ausschnitt meiner Lieblingsecke in der Siedeküche:



Der hier begleitet mich schon einige Jahre und wurde zum Siedeküchenwächter erkoren:



Den Platz für Fremdseifen und besondere Seifen habe ich drastisch minimiert. Das muss jetzt um meine Uhr (sie tickt ganz herrlich!) herum drapiert werden und mehr gibts nicht. Zumindest nehme ich mir das vor.



In den meisten Räumen konnte ich es nicht lassen und habe "gestupft", manchmal aber auch ganz dezent, wie hier im Büro:



Der Eingangbereich zur Siederei ist relativ großzügig, so dass ich daraus eine kleine, aber feine Ausstellungsfläche gemacht habe, weil doch Kunden gerne mal vorbei kommen und es dann schön ist, wenn sie gucken und schnuppern können. Die Wand hier war vorher übrigens dunkelbrauner Kork (*urrghs*).



Und ich liebe es ja, wenn ich schöne Dinge praktisch nutzen kann, also ist die Waschschüssel natürlich nicht nur Deko: 



meine Siedeküche hat mittlerweile endlich auch ihre Sockelleisten:



und im Vergleich dazu  unsere normale Küche (die wunderbar viel Arbeitsfläche und direkten Zugang zum Veranda-Sitzplatz hat! Ich liebe sie!!!). Die hintere Wand war übrigens weder Textil noch Kork, sondern grauer Marmor-PVC



So, jetzt seid Ihr im Bilde und ich am Ende meiner Geduld (spinnt Blogger gerade nur bei mir?), daher werfe ich mich jetzt an den Siedetopf  
Ganz liebe Grüße und habt noch einen schönen Tag!

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