Samstag, 24. Dezember 2011

Schöne Weihnachten!






Euch allen, die Ihr immer so lieb seid, meine Zeilen zu lesen und Euch, die Ihr Euch sogar die Mühe macht zu kommentieren, was ich so treibe und auch Euch allen, die einfach durch Zufall gerade hier vorbei schneien:

Ich wünsche Euch wunderschöne und friedliche Feiertage!

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Dienstag, 13. Dezember 2011

Gegen den Winterschlaf...

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...hab' ich mein persönliches Geheimrezept gefunden: Bodyscrub mit Kaffee-Extrakt. Das duftet erstens köstlichst nach frischem Kaffee und macht irgendwie alleine schon dadurch in placeboartiger Wirkweise wach. Zweitens schrubbel ich mich mit Freuden (weils ja so lecker riecht) und die Durchblutung weckt dann die restlichen Lebensgeister, die sich bislang noch renitent gegen das Wachwerden geweigert haben. Ich bin nämlich übelster Langschläfer (aber dafür nachts zu allen Schandtaten bereit).




Ob das wirklich stimmt, dass Kaffee-Extrakt zu den wirksamen Cellulite-Mitteln zählt, kann ich aber nicht sagen, weil ich dieses Problem im kreisförmig-bewegten Griff habe. Ich scrubbe schon lange fast täglich und seit dem isses so gut wie wech.

Aber ich liiieebe diesen Duft! Leider kann ich ja überhaupt keinen Kaffee trinken, weil mein Körper sich auf militante Weise umgehend weigert, ihn bei sich zu behalten. Aber jetzt habe ich meinen ganz eigenen Kaffeeduftgenuss und ich freue mich wie ein Kind!

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Samstag, 26. November 2011

Winterzauber




Jetzt zum ersten Advent komme ich auch pünktlich mit meiner Winterseife hinterm Ofen vor: Eine vegane und palmölfreie Seife aus Meersalzsole und einem Duft, dem ich jedes Jahr in dieser Zeit aufs Neue völlig verfallen bin: Schneeluft.
Wenn ich mir vorstellle, nachts in klirrender Kälte durch frisch gefallenen, knirschenden Schnee zu stapfen in dieser einzigartigen Winterstimmung, die nur solche Nächte haben: still, friedvoll und irgendwie heilig. Dann habe ich genau diesen Duft in der Nase. Und deswegen gibt es ihn bei mir jedes Jahr um diese Zeit


Und wisst Ihr was? Genau das liebe ich am Seifesieden: ich kann genau solche fast kindlichen Vorlieben einfach umsetzen. Bupp. Dann mach ich eben eine Seife mit Schneeduft. Oder Duschbutter mit Zimt und Pflaume... oder Badezeug mit Plätzchenduft. Oderoderoder... Herrlich oder?

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Donnerstag, 17. November 2011

God Jul!

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Irgendwie fühlt es sich komisch an, meine Advents- und Weihnachtsseifen jetzt schon zu bloggen und rauszurücken, aber ich kann ja schlecht bis Januar auf ihnen sitzen bleiben... Rundherum ploppen überall die Weihnachtsprodukte hoch, obwohl ich mich noch gar nicht adventsreif fühle. Und dann schau ich in den Kalender und sehe: Au backe, in anderthalb Wochen ist ja schon der erste Advent!!!

Also gut. Bei mir gibt es dieses Jahr nur eine explizit weihnachtliche Seife. Sie duftet nach einer Mischung aus Apfel, Walnuss und Zimt und der Duft riecht bei den Probeschnupperern "nach Weihnachtsmarkt". Mit dem Urteil bin ich zufrieden, denn das berühmt-berüchtigte "Zimtäpfelchen" von behawe habe ich durch eine KVO-konforme Eigenmischung ersetzt und ich finde, es duftet ebenfalls nach Apfel und Zimt und lecker, aber signifikant anders. So siehtse aus:



Außer mit Bäumchen und Glocke habe ich sie auch noch mit einem Stern und ein paar wenige mit einem kleinen Kranz, mir persönlich gefällt aber die Glocke am besten.

Liebe Grüße und eine schöne Nacht für Euch!

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Sonntag, 13. November 2011

Endgültig Badesaison

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Jetzt ist es amtlich: es ist Badesaison. Wir sitzen gerade da und trinken Jagertee als Betthupferl und das will heißen: es ist kalt draußen. Es war ja sehr lange ungewöhnlich warm, aber jetzt ist es endgültig November und Zeit zu Baden. Also gibt's Badezeuch. In Hülle und Fülle - von Badekugeln über Pralinen und Makronen bis hin zu Meersalzdingern: alles. Schließlich müssen wir uns warm baden, wenn's kalt wird.



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Mittwoch, 9. November 2011

Grand Dessert

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festliches Dessert unter der Dusche gibt es bei mir dieses mal zur Abwechslung vegan, nämlich mit Sojamilch. Farblich war die Seife eigentlich dreischichtig geplant: unten braun, mittig caramel und oben sahnig weiß. Naja. Ihr kennt das ja... in diesem Fall heißt der Übeltäter Irish Cream von SP. Duftet sehr lecker genau so, wie es heißt - und verfärbt braun.




Nichtsdestotrotz gefällt sie mir irgendwie und ich hoffe jetzt mal, dass wenigstens die Kakaoader noch dunkler bleibt als die unteren beiden Schichten *g*

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Montag, 31. Oktober 2011

Happy Hallloween, bheannaigh Samhain

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Ein kurzer Gruß an Euch mit guten Wünschen für alle, die heute Spaß haben, die Sau raus lassen, ein neues Jahr beginnen, ihrer Ahnen gedenken, Kerzen in Kürbissen anzünden, sich auf klingelnde Kinder freuen oder einfach nur einen stinknormalen Abend verbingen.



Alles Liebe, bheannaigh Samhain und happy Halloween!
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Freitag, 28. Oktober 2011

Freundinnenseife: Hochzeits-Give-away

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Eigentlich hätte ich die echt schon früher bloggen können, aber zur Zeit rast mir die Zeit davon. Meine liebe Freundin N. hat geheiratet und ich hatte die Ehre die give-aways sieden zu dürfen. Das Fest war N.-typisch wunderschön, ausgelassen, authentisch, unkompliziert und dennoch absolut festlich. Da N. und Ihr Liebster vor nicht allzu langer Zeit ein wunderschönes Haus mit riesigem Garten erstanden haben, konnte die komplette Hochzeitsgesellschaft von gut 100 geladenen + später noch gefühlt zahllosen weiteren Gästen in den Festzelten im Garten feiern ohne dass wir uns gegenseitig unbeabsichtigt auf die Füße treten mussten.



Es war so ein schönes Fest!!!


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Montag, 24. Oktober 2011

Familienseife, die Zweite

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Vergangenes Weihnachten habe ich das erste Mal mit meiner Mutter gemeinsam eine "Familienseife" gesiedet. Ein schönes Rezept mit viel Sheabutter, Ziegenmilch und Seide, das wir gemeinsam mit viel Spaß umgesetzt haben. Vor einer Woche hatte meine Mutter Geburtstag und das haben wir zum Anlaß genommen, unsere Familienseife neu aufzulegen.

Die Duftwahl fiel auf eine Mischung aus den ÄÖs Lemongras und Tangerine, wie bei der letzten schon. Das ist superangenehm frisch und riecht dabei trotzdem weder nach Obstsalat noch nach Toilettenstein, um das mal so deutlich auszudrücken. Jedenfalls hatten wir wieder so einen Spaß dabei, dass wir beschlossen haben das jetzt einmal pro Jahr zu machen. Mindestens.

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Mittwoch, 19. Oktober 2011

erste Wintertorte: Mandarine mit winterlichen Gewürzen

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Es wird ja längst Zeit über den Herbst hinaus zu sieden und allmählich kann man die Seifen auch ohne schlechtes Gewissen schon zeigen *g*. Ganz schrecklich finde ich nämlich den "Supermarktcharakter", wenn ab September schon Weihnachtsprodukte angeboten werden. Es muss mindestens gewartet werden, bis die Stimmung sich vom Sommer abwendet, die Tage merklich kürzer werden und man nicht mehr im T-Shirt draußen herum läuft, finde ich.

Am Montag saßen wir noch im T-Shirt in der Sonne, aber heute ist es eindeutig schon Herbst. Daher hole ich sie jetzt aus den Verstecken, die Winterseifen. Et voilá:


Seifentorte Winter-Mandarine



Sie duftet lecker nach Mandarine mit winterlichen Gewürzen und es ist erstaunlich, dass so eine kleine Komponente so einen riesigen Unterschied macht - ohne den Touch Vorweihnachtszeit duftet Mandarine nämlich super sommerlich erfrischend.

Ich wünsche Euch noch einen kuscheligen Abend!

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Donnerstag, 6. Oktober 2011

Nachbar gesucht

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...und zwar für eine ansehnliche Ladenfläche von ca. 45qm in einem herrlichen Altbau in Fußgängerzonenlage.

Das Haus hat eine wunderschöne Altbau-Fensterfront und ist insgesamt sehr gut in Schuß, der Boden der Ladenfläche ist gefliest. Eine Toilette ist ebenfalls bereits vorhanden und eigentlich muss man nur noch putzen und streichen, um einzuziehen. Und das Ganze für einen absolut sensationellen Mietpreis für knapp 4,50€ pro Quadratmeter!!!

Der Ort ist ein wunderhübsches altes Städtchen am Neckar: Hirschhorn. Nachdem dort einige Jahre wenig los war, passiert seit einiger Zeit unheimlich viel, damit die Stadt neu belebt wird. Und es funktioniert! Als frischgebackener Luftkurort kann Hirschhorn 6x im Jahr Sonntags die Läden öffnen und das scheint ein Besuchermagnet zu sein: aktuell hatte der letzte verkaufsoffene Sonntag eine Besucherzahl von über 20.000 Personen, die allesamt durch die Fußgängerzone strömen. Dieser Stich ist natürlich nicht aktuell, aondern aus dem Bilderarchiv der Stadt:



Hier kann man sich ein aktuelleres Bild des Städtchens machen und dabei ist auch einen Blick auf 2 noch junge, attraktive Projekte interessant: das Kartoffelhaus (ein direkter Nachbar) und die Kaffeerösterei. Beide Projekte gehen auf das Konto des Ehepaars van den Berg, die mit ihrem Projekt AltstadtPlus derzeit sehr aktiv und erfolgreich darin sind, die Altstadt von Hirschhorn mit attraktiven Angeboten neu zu beleben.

Für eine Ladennachbarschaft zu mir als Seifensiederin schweben uns bisher Ideen vor wie z.B.:
- Papeterie (evtl. mit dem Erlebnisangebot des Papierschöpfens?)
- schöne Haushaltstextilien und Deko (evtl. kunsthandwerklich)
- Tee & Gewürze
- Kunsthandwerk
...
Wir sind da noch völlig offen, sofern sich die räumliche Nähe mit meinen Produkten und auch den olfaktorischen Begleiterscheinungen des Seifensiedens verträgt. Wer Interesse hat oder jemanden weiß, der für uns interessant sein könnte, kann sich gerne bei mir über den Blog oder per Mail (info@lavarie.de) oder bei Frau van den Berg über die Altstadt-Plus-Kontaktseite melden.

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Montag, 26. September 2011

Mal wieder eine bunte Torte

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So ganz ohne Grund (außer dass mir die Torten gerade ausgingen), aber aus Lust an Farbe und Duft habe ich eine Brombeertorte gesiedet. Die letzten Tage waren so herrlich spätsommerlich warm und sonnig, dass ich nochmal Lust bekam auf Beerenfrüchte-Duft und bunte Farben.




Danach können dann die Zimt-Fruchttorten, Nusstorten etc für den Winter kommen, aber das hat jetzt nochmal so richtig Erntelaune gemacht. Ich liebe Brombeeren. Und das Allerbeste an ihnen ist, dass da nie Würmer drin sind!

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Samstag, 17. September 2011

All Hallows Eve

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Ihr merkt vielleicht: ich war nicht untätig und ich habe allmählich auch wieder etwas Luft um zu bloggen *g*. Daher kommt auch direkt die nächste, denn meine Samhain-Seife oder Halloweenseife (je nachdem was es für Euch ist) ruht im Reiferegal so vor sich hin. Ich hatte mich schon Anfang des Jahres mit einer ganzen Reihe an Miniformen für Aufleger eingedeckt, weil ich das irgendwie ansprechend finde, um Themen zu verseifen. Aber ehrlich gesagt war ich doch etwas gespannt, ob ich diese Fledermäuschen heil aus der Gußform bekomme. Aber alle sind heil geblieben und auf der Seife gelandet :-)




Sie duftet nach Dragonsblood - klar oder? (Die einzige Alternative wäre wohl noch eine Patchouliseife gewesen zu diesem Anlaß *g*) Und sie ist jetzt meine dritte Seife, in der ich Haselnußöl "themenverseife", weil ich finde, die magische Haselnuß gehört in eine Seife, die dieser speziellen Nacht gewidmet ist. Gefärbt habe ich sie mit Kohle und einem kleinen bißchen Moor.

Und an Samhain werde ich sie wahrscheinlich nochmal bloggen - aber dann nur um Euch eine tolle nacht zu wünschen.

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Donnerstag, 15. September 2011

3 Nüsse...



Das ist meine erste Herbstseife und eine kleine Einstimmung auf die kommende Jahreszeit, die dann letztlich immer in Riesenschritten auf das Jahresende zurollt. Früher hieß das für mich: Weihnachtsprogramm mit Märchen - kennt Ihr die noch? Ich finde, 3 Nüsse für Aschenbrödel kann man nur gucken, wenn es draußen kalt ist und Winterstimmung herrscht. Ich liebe diesen Film und endlich hatte ich Anlaß eine Seife dazu zu sieden *g*




Logischerweise beinhaltet sie 3erlei Nussöle: Mandel, Haselnuss und Kokos und sie duftet nach gerösteten Haselnüssen und Mandeln. Ich finde diesen Duft so lecker!

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Dienstag, 13. September 2011

Cerridwen

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Cerridwen ist eine keltische Göttin der Fruchtbarkeit, Ernte und Wandlung. Sie beherrscht Kräuterkunde und Magie und in ihrem Kessel rührt sie die Ursuppe, aus der alles an Leben, Tod, Entwicklung und Wachstum hervorgeht und aus dem sie aber auch alles andere (auch banale) hervorbringen kann, wenn sie beim Brauen auch den passenden Spruch sagt. Ihr Sinnbild ist konsequenterweise der Kessel, die Wandlung an sich und der (vor allem dunkle) Mond. Und da sie quasi Hüterin des Hexenkessels ist, habe ich sie zu meiner Siedepatronin auserkoren.

Eine mythologische Episode erzählt, wie Gwion unbeabsichtig dabei versagt, auf einen wichtigen Trank Cerridwens aufzupassen, welcher dafür gedacht ist ihren überaus hässlichen Sohn (je nach Quelle Morfun oder Afangdu) weise und schön werden zu lassen und der dafür 1 Jahr und 1 Tag brauen muss. Gwion passiert ein Mißgeschick, bei dem ihm etwas von dem Trank verspritzt und weil das Gebräu heiß ist, leckt er es instinktiv ab. Nun bekommt aber er die Wirkung des Gebräus ab anstelle des hässlichen Sohns von Cerridwen und weil die Wirkung nur für eine Person reicht, ist klar, dass Cerridwen für ihren Sohn von vorne beginnen muss. Also versucht Gwion vor Cerridwen und ihrer Wut zu flüchten und nimmt – um nicht entdeckt zu werden – die Gestalt eines Hasen an. Da Cerridwen aber ebenfalls ihre Gestalt wandeln kann, verfolgt sie ihn in der Form eines Windhunds. Daraufhin verwandelt er sich in einen Fisch, sie sich in einen Otter; er sich in einen Vogel, sie sich in einen Falken und schließlich er sich in ein Korn, in der Annahme, dass sie ihn in dieser Form ganz sicher nicht aufspüren kann. Sie verwandelt sich aber in ein Huhn, findet ihn und frißt ihn. Von diesem Korn wird sie schwanger und gebiert Taliesin, den großen Barden der Kelten.


Für mich ist Cerridwen der Atrchetyp und die mythologische Entsprechung schlechthin für das Thema Wandlung. Sie ist dunkel, sie ist mütterlich, sie ist stark und und ich finde sie toll. Für mich muss eine Cerridwenseife nachtblau sein, etwas weiß beinhalten (sowohl als Sinnbild für den Mond, mit dem sie in Verbindung gebracht wird, als auch weil sie oft als weise und weißhaarige Frau dargestellt wird) und irgendwie mystisch duften. Mir war wichtig Zutaten zu nehmen, die einen „magischen Ruf“ haben, weshalb ich Haselnussöl verwendet und die Lauge aus Eisenkrautabsud hergestellt habe. Ihr Duft ist süßlich, mit einem Bein im Moschus und mit einer tiefkrautigen Note durch Rosmarin, Wachholder, Lavendel und Salbei – und gesiedet habe ich sie an Neumond. Wenn schon, denn schon.
Das Bild ist übrigens schon von der Zweitversion, weil ich die erste optisch noch nicht richtig passend fand.

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Donnerstag, 1. September 2011

Pan

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Nach laaangeeeer Zeit finde ich mal wieder Grund und Zeit für einen Blogeintrag. Ich habe zur Zeit derart viel zu tun, dass ich nicht zum Bloggen komme und da ich aber gleichzeitig eine Art Siedepause eingelegt habe, habe ich auch nicht das Gefühl hinterher zu hängen und noch zig Beiträge schreiben zu wollen. Alles läuft gerade sehr rund, nach Wunsch, intensiv und auf Hochtouren und wenn ich wieder niedrigtouriger laufe, werde ich auch wieder mehr bloggen Aber aktuell möchte ich Euch doch von einer neuen Seife berichten, und zwar von Pan.

Pan kennt "man". Entweder weil man graecophil ist oder weil man sich generell gerne mit mythologischen Gestalten beschäftigt oder weil man die Syrinx von Debussy mag und die Geschichte dazu nachgelesen hat oder weil man eine Schwäche für skulpturelle Kunstwerke hat und schon das eine oder andere Mal z.B. Begas' "Pan tröstet Psyche" angeschmachtet hat. Ich bin nicht graecophil, aber alle anderen Punkte treffen auf mich zu und Pan hat mich fasziniert, seit dem ich mit 10 Jahren die Syrinx gespielt habe.

Was liegt also näher, als eine Seife dazu zu sieden?
Nichts.

Grün sollte sie sein, denn im Grünen ist der bocksfüßige Hirtengott zuhause. Aber es sollte auch ein kleines bißchen Rot hineinzüngeln für die Leidenschaft, etwas hell-unschuldiges für seine Unbekümmertheit und die Unschuld der Nymphen, denen er so gerne nachstellt, sowie etwas Dunkles für die abgründige Seite seiner Lebeart. Die Optik war in der Theorie also schon mal geboren, schwieriger war der Duft.
Denn obwohl die Grundaspekte auf den ersten Blick recht ähnlich scheinen zu männlichen Fruchtbarkeitsgöttern anderer Pantheons, sind bei näherem Hinsehen die Unterschiede doch ziemlich deutlich. Wo z.B. der keltische Cernunnos Platzhirsch ist, ist Pan lüsterner Bock. Wo also meine Nase für Cernunnos einen markant holzigen Duft passend findet, muss für Pan etwas her, das eine maskuline Moschustendenz hat ohne zu schwülstig zu sein. Nach einigem Gemische und Geteste bin ich bei einer Duftmischung gelandet, deren dominante Aspekte sich aus Eichenmoos, Vetiver, Bergamotte und schwarzem Pfeffer zusammensetzen. So duftet es für mich pan-ig!




Die Inhaltsstoffe sind weitgehend unkapriziös: 50% Olivenöl, da Oliven in Griechenland Tradition haben, Absud aus Eichenblatt & Efeu als Laugengrundlage, da diese beiden Pflanzen am häufigsten mit Pan in Zusammenhang gebracht werden und schließlich Ziegenmilch (logisch bei einem bocksfüßigen Hirtengott) und zwar in gepulverter Form, denn Flüssigkeit verwende ich ja schon in Form des Absuds.

Den Duschtest (m)eines Pan-Spezialisten hat sie schon bestanden und der kritischen Nase meines Vaters hat sie ebenfalls standgehalten. Das ist gut, denn ich selbst finde den Duft so superlecker, dass es eine Schande wäre, wenn ich sie nur 1x sieden bräuchte

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Freitag, 29. Juli 2011

Heute ist ein toller Tag!

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Heute habe ich gleich 3 (drei!) tolle Sachen bekommen, mit denen ich noch nicht gerechnet hatte. Schaut mal:


Mein Blogcandygewinn vom Schaumzwerg kam und das ist wirklich der Hammer! Es enthält auch mal Dinge, die ich noch gar nie probiert habe, wie z.B. ein Betain-Shampoo und ein Duschbar mit SLSA. Und Düfte, die mir neu sind! Mein Liebster hat das Shampoo zwar direkt beschlagnahmt, aber am Rest fingere ich gerade noch dauernd rum und schnupper mal hier und mal da...
Fast am meisten freut mich der Seifenstein, denn es ist der Stein der Weisen aus dem Harry Potter Schieber und den habe ich schon sehr bewundert, als die liebe Schaumzwergin ihn gebloggt hat. Aber insgesamt habe ich fast den Eindruck, sie hat schon vor dem Packen ein Auge darauf geworfen, für wen sie packt, denn die Seifen einfach Rose und ihre gelöffelte Blauheit hätte ich mir selbst auch ausgesucht - und bei der Seife im Wald trifft sie bei mir den Nagel voll auf den Kopf!


Und dann kamen die hier:

Ich wollte schon lange wieder schwedische Clogs, weil mir vor allem die Fettleder-Clogs so gut gefallen und heute kamen sie! Bestellt habe ich sie mir jetzt endlich, weil ich im August eine Woche zelten gehe - oldschool auf Wiese mit vielen Menschen, die mir am Herzen liegen. Also nix Luxuscamping oder so. Bei solchen Aktionen ist die Wahrscheinlichkeit, dass Dauermatsch herrscht irgendwie mitgebucht, daher war ich sowieso am Überlegen, welche Schuhe mit dürfen. Außerdem haben quasi alle meine Sommerschuhe Absatz und das ist unpraktisch und lachhaft beim wilden Lager. Sind die nicht traumhaft?


Und dann kam noch ganz unerwartet von Evangeline aus dem NSF ein tag-Stanzer, den ich bei ihr ertauscht hatte. Sie hat ihn schon geschickt, obwohl mein Gegen-Tauschgut übehaupt erst in einigen Wochen bei mir eintreffen wird. Und wow... mit solchen Dingen kann ich mich ja echt austoben, das Teil ist so klasse - vielen lieben Dank Evangeline! :-D



Geiler Tag heute, echt!

Donnerstag, 14. Juli 2011

Dies und das

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Nur damit niemand denkt, ich sei verschollen, blogge ich heute mal Kleinigkeiten :-) Zur Zeit habe ich viel Schönes um die Ohren, aber zum Bloggen taugt irgendwie nichts richtig. Daher zeige ich Euch heute einfach mal dies und das:

Einen Blick auf die herrlichen Rosen, die ich vorhin von meinem Liebsten geschenkt bekommen habe:

Ich liebeliebeliebe schöne Rosen!


Dann habe ich unter anderem gerade wieder eine Ladung Circes gemacht und irgendwie mag ich die Optik dieser Seife auf einem engen Haufen. Noch nicht bearbeitet, sondern in ganz natürlicher Schönheit ;-)



Und weil unsere Kleine so brav auf die Fototasche aufgepasst hat, während ich diese Wichtigkeiten digital festgehalten habe, darf sie auch mit dazu:



Liebe Grüße und einen schönen Tag Euch allen!

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Freitag, 1. Juli 2011

Lakshmi

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Wer von Euch hin und wieder in Bioläden einkauft, kennt die Kampher-Kohlekajals der gleichnamigen Firma und wundert sich jetzt vielleicht, warum ich diesen eine Seife widme *g*. Aber an sich ist Lakshmi eine hinduistische Göttin - und zwar die Göttin der Schönheit und des Wohlstands, weshalb sich wohl auch diese Firma glücksverheißend nach ihr benannt haben dürfte. Meine Seife habe ich also natürlich nicht diesen kühlenden Augenstiftchen, sondern der Göttin Lakshmi gewidmet, denn schließlich produziere ich ja leidenschaftlich gerne Dinge für die Schönheit.

Sie ist eine manifestierende Kraft, die der schöpferischen Kraft ihres Gatten Vishnus Gestalt verleiht. Sein unendlicher Reichtum wird also durch sie materiell, erfahrbar oder manifest. In Indien sagt man, dass sie jeden, der sie aufrichtig verehrt, mit Schönheit, Glück und Wohlstand segnet. Was also hätte mich noch halten sollen, sie zu ehren? ;-)


Abgebildet wird sie als wunderschöne Frau mit goldener Haut, welche vier Arme hat, wovon die rechte vordere Goldstücke hält und die linke vordere eine Schutzgeste einnimmt. Die hinteren beiden Hände tragen jeweils eine Lotusblüte, die als Sinnbild der Schönheit, Reinheit und Erleuchtung gelten. Häufig wird sie auch auf einem Lotusblatt sitzend dargestellt.

Es ist meine erste Sojamilchseife und enthält 25% Reiskeimöl, so dass ich große Erwartungen an Ihre Pflege habe :-). Der Duft ist der Lotusblüte nachempfunden: ich kann ihn nicht gut beschreiben, aber ich finde ihn luxuriös, feminin und eben "blütig". Ich schnuppere jedesmal im Vorbeigehen daran...
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Mittwoch, 22. Juni 2011

Fotos von Schaum und Schäumchen

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Eigentlich wollte ich die Halab erst wieder fotografisch dokumentieren, wenn ich den Vergleich zur mit Na2Co3 gesiedeten Version bieten kann. Da das aber etwas länger dauert, bis ich das umgesetzt habe, schiebe ich die gewünschten Schaumfotos der Olivenseife nach Aleppoart vor und füge gleich noch ein Beweisfoto an, dass die Savon provençal trotz intensivem Blau weißen Schaum produziert ;-)


Hier zunächst die 100%ige Olive mit Namen "Halab": Nicht üppig, aber definitiv nicht schleimig und eben doch so, dass ich es "Schaum" nennen kann ohne schlechtes Gewissen. Einmal work in progress:


Und einmal direkt danach:




Und dann für die ultimativen Blauzweifler der Beweis: die Savon provençal blutet nicht aus, trotz intensivem Blau ;-)

Einmal ganz zu Beginn, aber wenigstens nicht verwackelt:



Ein Seifenflutschkampffoto, bei dem aber der Schaum schon deutlicher zu erkennen ist:


Und ein happily-ever-after-Bild:


Sodele. Ich hoffe, ich konnte Neugier befriedigen und wünsche Euch noch einen schönen Restmittwoch :-)

*rfrrrrrrrrrrrrr

Mittwoch, 15. Juni 2011

Savon provençal

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Ich habe schon ewig keine Lavendelseife mehr gemacht und auch schon eine ganze Weile keine Seife mehr mit starken Farben. Da hatte ich nun richtig Freude dran: optisch einfach und klar, inhaltlich schön (mit viel Mandelöl und Palmkern statt Kokos) und olfaktorisch fernwehverdächtig :-D




Und die Farben sind wirklich so wie auf dem Bild.

Viel Spaß beim Mondfinsternisbestaunen wünsche ich Euch heute :-)

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Sonntag, 12. Juni 2011

Ergänzungserklärung zur Olivenseife nach Aleppoart

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Cocobong und Claudia haben mich nach der Herstellungsweise meiner Halab gefragt. Ich hatte mir überlegt einfach den Beitrag zu editieren und die Erklärungen einzufügen, aber letztlich wird das wahrscheinlich ohnehin noch ein drittes mal ergänzt durch einen neuen Versuch und dann würde es unübersichtlich...
Also möchte ich versuchen, Eurer Bitte hier nachzukommen und falls Eure Fragen dann nicht beantwortet sind, müsst Ihr halt nochmal nachhaken ;-)


Die Vorgehensweise bei der Herstellung von Alepposeife unterscheidet sich kaum von der Herstellung stinknormaler Kernseife, was sich aber unterscheidet sind folgende Dinge:

  • Alepposeife besteht normalerweise nur aus Olivenöl oder Olivenöl und Lorbeeröl. Lorbeeröl wird von 2-40% zugegeben und ist für die grüne Fabe verantwortlich, die je nach Lorbeerölgehalt sehr intensiv dunkel werden kann. Es gibt aber auch reine Olivenölseifen aus Aleppo. Meine ist eine reine Olive.
  • Die Seife wird nicht nur mehrfach ausgewaschen, sondern richtig lange bei 200°C gekocht. Ich habe für jeden Auswaschvorgang die Masse mindestens ein-zwei Stunden richtig gekocht.
  • Für Alepposeife wird traditionell Na2CO3 anstelle unseres NAOH verwendet. Na2CO3 verhält sich in Wasser gelöst wie eine Mischung aus NAOH und Natron. Da Natron ein Natriumsalz der Kohlensäure ist und ich bislang in keiner Herstellungsdokumentation von Alepposeife jemals "Salz" erwähnt finden konnte, nehme ich an, dass sich die Zugabe von Salz erübrigt, wenn man Na2CO3 verwendet und entsprechend heiß und lange kocht.
  • Sie wird vor der Verwendung mindestens 6 Monate zur Reifung gelagert. Das darf meine jetzt auch.

Bei meiner Halab habe ich also versucht, die Aleppomethode auf meine neutraditionellen Siedemethoden anzuwenden, habe aber dennoch NAOH und Salz verwendet weil ich von der Möglichkeit ausgehe, dass mit NAOH auch ein ähnliches Ergebnis zu erzielen ist, wenn der Schlüssel zur Qualität in den langen, heißen Kochvorgängen und in der Ölzusammensetzung liegt. Tatsache ist, dass sie jetzt schon richtig schäumt und ich meine Hände erstaunlicherweise nicht eincremen muss, obwohl ich vorhin wie eine Blöde diese Seife fotogen aufgeschäumt habe, nur um dann immer wieder am Foto zu scheitern.
Ich hole das Schaumfoto aber nach, wenn mein Liebster da ist und den Auslöser betätigen kann, versprochen.

Ich werde die Tage einen zweiten Test starten und dazu versuchen Na2CO3 zu bekommen. Sollte ich es nicht bekommen können oder es für meinen Geschmack vielvielviel zu teuer sein, werde ich mich an die Vorgabe Na2CO3+H2O -> NAOH+NaHCO3 halten und testen, ob ich mit Natron aussalzen kann. Das Vergleichsergebnis werde ich inklusive fremdgeknippsten Schaumfotos dann hier einstellen ;-)

Schöne Pfingsten wünsche ich Euch noch :-)

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Halab - Olivenölseife nach Aleppo-Art

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Ich habe sie "Halab" genannt, weil mir "Olivenölseife nach Aleppo-Art" zu lang ist und Halab ist der uralte akkadische Name für die Stadt Aleppo



Eigentlich könnte man sie als poplige Kernseife betrachten. Aber sie ist eben eine reine Olivenölseife, die ich nicht nur 4x ausgesalzen, sondern jeweils richtig lange gekocht habe. Das mache ich sonst bei Kernseife eigentlich nicht, aber wenn das die Syrer machen, wird es irgendeinen Sinn haben, denke ich mir - oder? Immerhin schwärmen die Menschen jetzt noch zu 100.000en von diesen Seifen - also dachte ich: das mache ich jetzt auch mal, mal gucken, ob was dran ist. Durchaus bemerkenswert finde ich jetzt schon: sie schäumt richtig kräftig trotz 100% Olive. Ich lasse sie jetzt mal einige Monate liegen und dann beurteile ich das Hautgefühl beim Waschen und wenn das Mist ist, wird das eben eine Edel-Putzseife.

Die zweite Besonderheit an dieser Seife ist der Stempel. Den habe ich von Freudenbergers zum Geburtstag bekommen - also von der kompletten Familie inkl. den 4 Kindern, was mich riesig gefreut hat! So kam die Überraschung bei mir an:




Und dass der Stempel Salinas begabten Händen entstammt, ist auch kaum zu übersehen oder? Ich bin zwar nicht der Stempelheld, aber ich finde ihn total schön und freue mich, dass er mein L zeigt. Und ich werde sicherlich regelmäßig Verwendung für ihn finden :-D.

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Mittwoch, 8. Juni 2011

mal ganz rustikal

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Ich zeig Euch mal eine der beiden Lieblingsseifen meiner Mutter: die Landlust. Als ich sie das erste mal gesiedet habe, war das eine Art Hommage an meine Lieblingszeitschrift. Oder besser gesagt an die einzige Zeitschrift, die ich überhaupt lese (von der online-Zeitschrift Damhain Alla mal abgesehen). Und meine Mutter war dieser Seife irgendwie gleich verfallen - deutlich schneller als ich selbst *g*. Sie ist mit den Tonerden grün und gelb "gefärbt", enthält soviel Honig, dass ich das Isolieren tunlichst vermeide und hat einen sehr angenehmen Massageeffekt durch Haferflocken, die durch den heiß werdenden Honig leicht ankaramellisieren. Sie duftet außerdem auch süß-würzig nach Ingwer-Soufflee. Diesen Duft kann ich nicht immer haben, aber zu dieser Seife würde irgendwie kein anderer passen und darin finde ich ihn dann auch immer lecker.




Nach dem ersten Mal hatte ich eigentlich gar nicht vor, sie nochmal nachzusieden - meine Mutter hat mich dann aber doch überzeugt und jetzt mag ich irgendwie diesen rustikalen Kontrapunkt zu meinen anderen Seifen auch gerne.

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Samstag, 4. Juni 2011

ein echter Verlust

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Ich bin ja gar nicht so der Fan des momentan allseits so beliebten Polkadot-Designs. Aber das liegt auch daran, dass ich schon immer eine Schwäche für (ehrlich) alte und nostalgische Dinge hatte und es momentan fast schwierig finde, wirklich schöne Sachen zu finden. Alles, was billig hergestellt wurde, bekommt derzeit einen schnellen Kalkanstrich und wird dann als Shabby Chic oder Vintage verkauft und ganz ähnlich kommt mir das gerade mit dem omnipräsenten Punktestil vor. Naja. Aber echten Landhausstil-Vintage, den mag ich und mochte ich schon immer.

Und jetzt ist mir ausgerechnet ein Milchkännchen zerbrochen, an dem ich - trotz Polkadots - wirklich hänge und das schon älter ist als ich und irgendwie schon immer im Besitz meiner Mutter war. Ich vermute, meine Mutter hat das schon von zuhause mitgebracht, als sie zum Studium ausgezogen ist.

Die weißen Punkte auf Dunkelblau finde ich bei diesem Kännchen echt charmant. Ich trauere.
Und werde versuchen, es so gut es geht zu kleben. Vielleicht kann es dann wenigstens noch trockene Zutaten halten.



Ach Manno.

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Donnerstag, 2. Juni 2011

Bliss Kiss reloaded



Die Seife hat einen meiner liebsten Sommerdüfte: Champagner Erdbeere. Ich finde diesen Duft so lecker! Und dafür versuche ich auch immer den Duft irgendwie wiederzuspiegeln in der rosarot und silbrig glitzernden Marmorierung. Wie sich die Seife wäscht, mag ich auch gerne, weil Seide offenbar nicht nur Olivenölseifenschaum positiv verändert, sondern grundsätzlich.
Als Schaumfett habe ich Palmkern verwendet, was ich milder finde als Kokos, wenngleich nicht so luxuriös pflegend wie Babassu und als i-Tüpfelchen ist Jojobaöl drin. Es ist eine schön milde, pflegende Seife geworden :-)

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Dienstag, 31. Mai 2011

Noch so zwei Bequeme

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Ja, es geht mir zur Zeit hin und wieder so, dass ich gerne bequem siede *g*. Irgendwie finde ich das nett, wenn man so stressfrei, ohne Adrenalinschübe, Bluthochdruck oder Kurzatmigkeit ein Seifchen dazwischen schieben kann. 30 Minuten Zeit? Alles klar, reicht für ne Bequeme.

2 meiner Allerbequemsten:

Edle Olive:
Nix als Olive, Babassu und Rizinus. Und Mica, Seide und Duft. Und genau deswegen saubequem. In der heißen Lauge löse ich die Seide und stelle die Lauge dann gleich kalt, während ich das Babassu schmelze. Dann keine Wartezeit mehr, es kommt ja genug flüssiges/kaltes Öl dazu um das Fett schnell herunter zu temperieren und wenn die Lauge noch recht warm ist, macht das bei der Seife auch nix - ich marmoriere ja nicht. Also Duft rein (allergenfreie Eigenmischung), einformen, einen streifen zickzacken und fertig.





Gurke-Quark
Das einzige, was hinderlich daran sein kann, diese Seife spontan einzuschieben ist, dass frische Gurke im Haus sein muss. Aber dann: herrlich. Gurke pürieren, NAOH rein, kühl stellen, Fette schmelzen, flüssige dazu, beides verrühren, Tonerde, Quark und PÖ rein, fertig. Unbequem ist nur, dass ich hinterher Geduld brauche, weil sie lange weich bleibt. Allerdings lohnt sich die Geduld, weil die Seife echt toll ist.




Ich glaube, die Definition des bequemen Siedens ist für jeden anders. Für mich ist z.B. bequem, wenn ich im Vorfeld wenig planen muss, wenn ich wenige Zutaten herrichten muss und/oder wenn die Düfte nicht zicken, bzw. das Maß der Duftzickerei im Ausgleich zum restlichen Aufwand der Seife steht. (Bei meiner Rosie ist es mir z.B. wurscht, ob der Duft andickt - bis er das tut, ist die ungefärbte Seife eh schon im Kasten.)
Dagegen kann ich Seifen, die ich eher als aufwändig empfinde aber auch sehr genießen oder sogar regelrecht zelebrieren. Es gibt Tage, da mag ich gar keine bequeme Seife sieden, sondern finde es energetisierend und erfüllend, mich mit Vollblut in eine aufwändigere Seife zu knien.

Zum Glück habe ich an beidem Freude :-D

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Sonntag, 29. Mai 2011

Pinot rouge

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Das ist die diesjährige Geburtstagsseife für meinen Vater. Er hat sich explizit eine Rotweinseife gewünscht und ich kann sie schon jetzt hier bloggen, weil mein Vater sehr verlässlich kein Blogleser ist. Ich habe sie einmal von oben und einmal von unten im Bild, weil die Marmorierung von oben kaum sichtbar ist.



Weil mein Vater den Unterschied verschiedener Fette in Seife spürt (er war der erste, der mir diesbezüglich Rückmeldung gegeben hat) und zu schätzen weiß, habe ich eine wahre Papafreuden-Seife gesiedet aus Babassu, Reiskeim, Olive, Palm, Rizinus und Kaiserstühler Spätburgunder Rotwein. Beduftet habe ich mit einer Mischung aus Merlot und Blackberry Cabernet von SoS und für die Optik habe ich pro Stück je eine Traube geknetet. Logisch.


Jetzt danke ich Euch fürs Vorbeischauen und wünsche ich Euch allen noch einen herrlichen Sonntag

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