Donnerstag, 30. September 2010

Winterapfel in krassem Farbgewand

*

Da meine bessere Hälfte die Idee toll fand, mal eine Seife in wirklich kräftigen Farben zu gestalten, habe ich es gewagt: krasses grün mit dunkelrot. Hui. Ich gucke jedesmal mehrfach hin, wenn ich an der Seife vorbei laufe, weil ich mich noch nicht wirklich an die Optik gewöhnt habe.

Vielleicht müsste ich mal mit deftigen Farben ganz fein marmorieren - das könnte ja evtl. weniger krass daher kommen *?*

Wie auch immer. Die Seife ist mit Zimtäpfelchen beduftet und somit meine erste Seife für die Weihnachtssaison. Und bis dahin habe ich ja noch ein wenig Zeit, mich an ihr Äußeres zu gewöhnen *ggg*.



*

Dienstag, 28. September 2010

Was ich an England so mag...

*

Seit gut 20 Jahren bin ich großer England-Fan. Nicht in dem Sinne, dass ich tausend Sachen sammeln und in meiner Wohnung die britische Fahne hängen würde oder so, aber ich fühle mich dort einfach zuhause und wohl. Und es gibt unwahrscheinlich viele Kleinigkeiten oder Eigenarten, die ich an England und den Briten gerne mag. Jetzt haben wir gerade eine wunderschöne Woche in Cornwall verbracht und ich hatte Gelegenheit ein paar dieser Dinge bildlich zu sammeln, so dass ich sie Euch zeigen kann.

Da ich schon immer eine ganz riesengroße Schwäche für altertümliche Dinge hatte, so dass bei mir solche Dinge wie das schon erwähnte Leinennachthemd meines (Ur?)Großvaters landen, liebe ich die britische Architektur. Es gibt noch sehr viele wirklich alte Gebäude, die so einen wunderschönen rustikalen Charme haben, aber auch im Neubau wird oft die Verschalung aus Schiefer gemacht, um die Optik in das erhaltene altertümliche Umfeld einzupassen.





Mit dem gleichen Hintergrund mag ich die Schwäche der Briten für Traditionen sehr. In welchem Land hat die Optik von so banalen Dingen wie Telefonzellen, Abfalleimern oder Briefkästen schon so eine Tradition (und wird beibehalten)?








Gleichzeitig wird mit antiker Kultur so erfrischend selbstverständlich umgegangen, dass man z.B. den kleinsten erhaltenen Steinkreis auf einer ganz normal genutzten Schafweide findet. Bei uns wäre er eingezäunt und man würde daneben einen Parkplatz und einen Kiosk finden.





Ich liebe englischen Tee (meine flüssige Ernährung besteht zum größten Teil aus einem ungesunden, sprudelnden Kaltgetränk und eben englischem Schwarztee), außerdem finde ich die Teatime-Gepflogenheiten liebenswert. Unser Landlord hat uns zur Teatime erwartet und uns zur Begrüßung einen Kuchen gebacken - ist das nicht herzig?





Mit ihrem Rasen haben die Briten ja schon so ihren Spleen - trotzdem finde ich es für meine Augen und meine Seele wunderschön, wie grün dort alles ist. Und das Grün ist eben häufig auch sehr gepflegt.





... das Grün wird außerdem gerne durch anderes Grün abgegrenzt. Wer schonmal nach England geflogen ist weiß, wie wunderschön es ist aus der Luft zu sehen, wie die ganzen Felder und Weiden durch Hecken abgegrenzt werden.





Selbst die Straßen bleiben weitgehend so, wie man sie mal dem Land angepasst gebaut hat: oft schmal, meistens kurvig und fast immer mitten durch grün. Das ist so liebenswert undeutsch. Ich bin ziemlich sicher, dass man bei uns die meisten Straßen aus Sicherheitsgründen breiter ausgebaut und (ebenfalls aus Sicherheitsgründen) eine maximal zugelassene Höhe der begrenzenden Hecken festgelegt hätte. Dabei kann Autofahren so nett sein ;-)





Wenn ich mir das selbst noch einmal durchlese, kann ich wohl zusammenfassen, dass ich die britischen Marotten besonders mag *g*. Und die Sprache in all ihren wundersamen Dialektfärbungen, die grüne, weiche Landschaft, die Freundlichkeit der Menschen und die Tatsache, dass ich meinen Tee auch in öffentlichen Cafés immer mit richtiger Milch bekomme.

Und wenn wir es irgendwie schaffen, werden wir uns nächstes Jahr wieder im gleichen Cottage einmieten...

*

Donnerstag, 16. September 2010

Terra Verde

*

Das ist mal eine ganz natürliche Seife: ohne Duftzusatz und nur mit Tonerden und Titandioxid gefärbt. Grüne Tonerde ist richtig viel drin und zusammen mit 55% Olivenöl ergab das diese schöne grüne Grundfarbe, was dann auch Grund für die Namensgebung war ;-)





Und mit diesem puristischen Gruß verabschiede ich mich von Euch für die nächste Woche in den Urlaub.


*

Blogcandy bei Nymphadora

*

viele von Euch kennen sicher Nymphadora aus dem NSF. Sie macht jetzt ein Blogcandy und weil ich unverbesserlich optimistisch bin, versuche ich mal wieder mein Glück *ggg*.

Guckt doch auch so mal bei ihr rein, sie macht echt schöne Seifen und schreibt aber auch sonst so, dass ich immer gerne bei ihr lese.

*

Montag, 13. September 2010

heiße Biene reloaded

*

meine heiße Biene war ein Favorit, vor allem bei den Männern in meiner Familie. Und dabei war sie optisch wahrlich keine Perle.

Jetzt gibt es sie in der Neuauflage mit einem Unterschied: sie ist kalt gerührt und nicht heiß verseift. Den Namen habe ich zwecks Wiedererkennungswert und weil sonst das Wortspielchen futsch ist, trotzdem so gelassen.



Drin ist massig Olivenöl, Bienenwachs und Honig - mit leckerem Honigwabenduft. Und in ihrer Schlichtheit finde ich sie trotzdem völlig appetitlich, weil sie irgendwie so aussieht, wie sie duftet: nach Bienenwachs und Honig.

*

Donnerstag, 9. September 2010

Granny-infiziert...

*

Das derzeit überall grasierende Granny-Fieber hat auch mich gepackt. Ich bin irgendwo im Netz über ein wunderhübsches Grannykissen gestolpert in cremeweiß, das ich anschließend bei gezielter Suche nicht mehr finden konnte. Aber das hat mir derart gut gefallen, dass ich nach weiteren Anregungen und dann auch nach Häkelanleitungen gegoogelt habe. Ich hatte schon immer eine große Schwäche für altes Weißzeug und Textilien in diesem Stil. In meinem Schrank lagern auch so große Schätze wie z.B. noch original verpackte Aussteuerbettwäsche meiner Großmutter. Nachdem ich jedenfalls im Netz fündig wurde, fing ich dann seit meiner Grundschulzeit das erste Mal an die Häkelnadel zu schwingen*ggg*. (Ja, @Heiko, Du liest richtig - und nein, ich fange jetzt nicht an haarige Ponchos zu häkeln.)

Inspirationen fand ich vielerlei, aber so richtig idiotensichere Anleitungen fast nur bei Nadelspiel. Die Frau ist wirklich grandios und erklärt das in Videos so gut, dass man einfach mithäkeln kann auch nach jahrzehntelanger Häkelabstinenz.



Mein Ausgangsmaterial war ein altes Leinennachthemd meines Groß- oder Urgroßvaters (noch so ein Schätzchen, das ich bislang gehortet habe ohne zu wissen wofür) und ein bißchen Garn:




Daraus wurden dann in einem 3-Wochen-Projekt zuerst 16 kleine und ein riesiges Grannysquare sowie ein Leinen-Inlet - und dann schließlich dieses Kissen:







...und da einen das Grannyfieber scheinbar nicht mehr so schnell wieder verlässt, sind schon wieder ein paar neue Quadrätchen entstanden... *g*


*

Dienstag, 7. September 2010

Kuschelmuschel

*


...ist die kuscheligste Seife aus der Reihe der Luxusstücke und ich glaube, vorerst bleibt sie auch die Letzte - ich muss mich mal wieder ein bißchen zügeln.

Aber ich konnt mir bei diesem miesen Sommer einfach nicht anders helfen! Dauernd hatte ich das dringende Bedürfnis, mich mit irgendwas kuschlig-wohltuendem zu verwöhnen und so habe ich lauter Edelseifen produziert... Begonnen hat die Reihe mit der Verwöhn-Dich-Seife (in der irrwitzigen Annahme, diese Seife sei eine Ausnahme, weshalb sie auch diesen plakativen Namen bekommen hat).






Kuschelmuschel hat die im letzten Beitrag beschriebene Ölmischung mit Lanolin, Ziegenmilch und Seide. Was sie aber besonders kuschelig macht, ist neben dem Lanolin der Duft - ich könnte mich drin wälzen! Ich habe dem größten Teil Double Cream und der oberen Schicht Scottish Blossom Honey zugegeben und beides zusammen ergibt einen unwahrscheinlich leckeren Sahne-Karamell-Duft mit ordentlich Honig, ohne zu aufdringlich süß zu sein. Bei dieser Seife kann ich das Verduschen kaum abwarten.



Übrigens muss ich an dieser Stelle mal erwähnen, dass ich bezüglich Seifenzutaten bisher nur 2x wirkliche Aha-Erlebnisse unter der Dusche hatte. Und zwar mit Puder und mit Lanolin. Jeweils bei Seifen, die in ihrer sonstigen Zusammenstellung anderen Seifen von mir gleichen. Ich möchte fühlbar pflegende Seifen und siede gerne mit großem Olivenöl- und geringem oder keinem Kokosanteil, weil außer mir auch meine Verwandtschaft den Unterschied spürt (ohne Etiketten zu lesen). Trotzdem hat mich z.B. eine Seife aus Babassu/Mandel/Olive nicht so aus den Socken gehauen, wie 5% Lanolin bei meinem sonst eher schlichten Kräutertopf (mit Palmkern als Schaumfett). Genau das gleiche Erlebnis hatte ich bei meiner Sandkastenliebe, bei der ich das erste mal Puder zugegeben und eigentlich nicht das über-Duscherlebnis erwartet habe.


Jetzt wünsche ich Euch noch einen schönen Tag - und wenn es bei Euch genau so ein Sauwetter ist wie hier: springt einfach unter eine wohlige Dusche


*

Samstag, 4. September 2010

Indian Summer

*

seit einiger Zeit schon mache ich gerne Seifen mit einer Fettzusammenstellung aus 50-65% Olive, Babassu, Kokos & Shea. Das ist mein roter Faden derzeit, bei dem ich die Olivenölmenge leicht ändere je nachdem, ob ich noch Raps, Lanolin, Rizinus oder Jojoba verwenden möchte. Für Einzelförmchen rühre ich die Lauge gerne mit Meersalzsole an und zusätzlich bin ich derzeit auf dem Verwöhn-Dich-selbst-Trip und gebe in fast jede Seife Rohseide und Ziegenmilch. Joa...

Aus eben dieser Reihe ist auch Indian Summer mit besagter Ölkombi und 5% Lanolin, sowie Sole, Seide und Ziegenmilch. Eigentlich ein echtes Luxusstückchen und gleichzeitig aber eine aus einer ganzen (dekadenten) Reihe solcher Stückchen *g*.





Sie duftet nach einer würzig-süß-frischfruchtigen Mischung, falls sich das jemand vorstellen kann. Ich habe die PÖs Ginger, Tangerine und Scottish Blossom Honey frei Nase gemischt und bekam dann prompt die Quittung für meine olfaktorische Kreativität serviert, weil der Seifenleim gut schnell andickte *ggg*. So schnell, dass die Schichten uneben wurden und sich die Seife wölbte, als ich die Trennstege in die Form geschoben habe.

Oh und weil ausnahmsweise die Banderole schon fertig ist, wenn ich den Blogbeitrag mache, zeig ich sie Euch auch gleich:




*

Donnerstag, 2. September 2010

Pantoffelheld & Samtpfötchen

*

...sind mein kürzlich entstandenes Fußseifen-Duo. Die Idee hatte ich, nachdem mir Nane diese goldige Form geliehen hat und weil ich durch das Duschen mit meiner Sandkastenliebe bemerkt habe, wie klasse Seesand in Seife für Hornhaut-Fersen ist. Mit diesen bin ich nämlich leider von jeher gestraft. Also dachte ich: ich mache ein Schrubbel-Pflege-Duo und das sind sie geworden:






Pantoffelhelden sind die beige-farbenen Seifchen. Sie sind mit 10% überfettet, haben 20% des Fettgesamtgewichts an Seesand-Zugabe und sind eigentlich auch solo ein Pflegepaket dank Babassu, Shea und vor allem Lanolin. Samtpfötchen ist das rosane Exemplar und gehört mit 40% Überfettung zu den Duschbuttern... also eine Fußbutter quasi. Ich glaube, zusammen können sie nur unschlagbar sein für streichelzarte Füßchen *ggg*.


*