Sonntag, 28. Februar 2010

Gsellsbär - mein Strawberry Smoothie Wagnis

platzhaltergedöns

Ich habe es gewagt: CP mit Strawberry Smoothie als Parfümöl. Ich musste das PÖ verwenden, weil ich mir in den Kopf gesetzt hatte eine "Gsellsbär"-Seife zu machen. Das ist der Kindheitskosename meiner Schwiegermutter für meinen wilden Mann und Gsells ist schwäbisch für Marmelade. Da er nun am liebsten Erdbeermarmelade isst und ich finde, dass Strawberry Smoothie nach eben dieser duftet, kam ich dann eben nicht um dieses PÖ herum. Da aber alles, was ich zu dem PÖ zu lesen bekam, von zickig-aber-möglich bis katastrophal reichte, habe ich meine kunstvoll gedachte Marmorierung über Bord geworfen und mich für eine schmucke Schichtseife entschieden *ggg*. Mit Rikes Tipps zum Handling und Sannyas Tipp Palm zu vermeiden im Kopf, habe ich eine Seife aus Sole mit nur 20% festen Fetten (Kokos) gemacht. Und ich bin gerade in Hochstimmung, weil: nix hat sich getrennt, kein Grieß im Topf und sie gefällt mir.







Ich bin mal gespannt, wie hell sie noch wird - die Soleseifen, die ich bisher gemacht habe, sind allesamt in den ersten Wochen noch deutlich heller geworden als direkt nach dem Sieden. Aber wenn sie so halbwegs ihre Optik behält und die Sole dem Kokos pflegetechnisch vielleicht sogar noch den Garaus macht, bin ich glücklich.

Meine geplante Vollmondseife habe ich übrigens auch noch gemacht. Aber die fotografiere ich morgen.



platzhaltergedöns

Samstag, 27. Februar 2010

Kaffeezeit, Klappe die zweite.



Ich habe vorletzte Woche meine Kaffeeseife nachgesiedet mit anderer Optik. Und wie die meisten meiner aktuellen Seifen, ist es eine lahme Ente: nach 2 Wochen schmiert sie immer noch beim Schneiden *seufz*. Ist bei meiner Ölwahl eigentlich klar. Aber egal, ich habe sie jetzt mal teilweise geschnitten und wenn sie ganz trocken ist, hobel ich noch mal drüber. Sie ist spartanisch aus Olive, Raps, Palmkern und Rizi, mit TiO2 im hellen Teil und dem stärksten Mokka, den die Welt je gesehen hat für die Lauge. Sie hat nicht so gestunken beim Rühren wie die Dulcinea, riecht aber zum Ausgleich dafür jetzt noch dezent nach Amoniak an frischen Schnittstellen.
Ehre wem Ehre gebührt.


Kaffeezeit



Bei dem Bild habe ich erstmals die Nachteinstellung bei unsrer Kamera genutzt - sieht aus, als hätte ich ganz ohne Blitz fotografiert irgendwie. Das muss ich mir noch ein paar mal ansehen, bevor ich mich entscheide, ob mir das gefällt *g*.


Eine schöne Nacht an Euch alle und liebe Grüße!



Platzhaltergedöns

Freitag, 26. Februar 2010

Freitagsfüller

1. Saure Gurken erinnern mich an meinen Papa.
2. Dieses mal bekomme ich gar nicht mit wie sie laufen, die olympischen Spiele.
3. Der Schnee ist für dieses Jahr hoffentlich durch. War aber ganz nett, finde ich - sonst ist hier der Winter immer nur grau.
4. Wenn es mal soweit ist, wünsche ich mir einen Kräuter- und Gemüsegarten an, sowie eine Werkstatt und Siedeküche in meinem Haus.
5. es ist 16:45 Uhr, das bedeutet, dass ich immer noch nicht Feierabend habe, dem Wochenende aber schon ein gutes Stück näher bin ;-).
6. So ein Schatz wie meiner ist schwer zu finden
7. Was das Wochenende angeht, heute abend freue ich mich auf lecker Tapas, morgen habe ich noch nichts geplant und am Sonntag möchte ich die nächste Vollmondseife sieden.


Der Freitagsfüller kommt von hier. Viel Spaß beim Lesen und/oder Füllern ;-)

Donnerstag, 25. Februar 2010

Sandkastenliebe





Mir ist das irgendwann als Seifenname gekommen - warum auch immer. Jedenfalls kam dann zum Seifennamen die Idee einer Peelingseife mit Seesand in Babyrosa und -blau. Als Duft habe ich Baby Butter Bee auserkoren und schon im Weihnachtspäckchen gehabt. Also habe ich nach Seesand geguckt, ewig keinen in Kleinmengen gefunden und dann schließlich von Lucy aus dem NSF einfach welchen geschickt bekommen - und zwar gestern. Ich hab mich tierisch gefreut und eine sehr hübsche Rosenseife war auch noch dabei!



Gab natürlich kein Halten mehr - is klar. Ich habe ihn also erst in destilliertem Wasser abgekocht, das Wasser abgeschüttet, dann 1 Stunde bei 250° getrocknet und sterilisiert und am Schluß noch gesiebt. An Fetten besteht die Seife aus Olive, Raps, Palmkern, Shea & Rizi und weil ich irgendwie fand, das gehört noch mit hinein, habe ich noch Honig und Milch zugegeben. Netterweise war das Ganze völlig brav, entgegen meiner Befürchtung der Sand könne sich im Seifenleim absetzen und dann eine kompakte Schicht bilden, die nur für Fakire und Masochisten das geeignete Peeling darstellt. Aber die Ungeduld hatte mich natürlich voll im Griff dieses Mal, daher habe ich sie schon ausgeformt und geschnitten - sie sieht so aus:


Sandkastenliebe





(Ich brauch unbedingt nen Divi.... *seufz*)
platzhaltergedöns

Mittwoch, 24. Februar 2010

Rühr-Reload




Ich habe heute seit knapp 20 Jahren das erste mal wieder gerührt. Also gerührt im Sinne von richtig gerührt, im Sinne von "mehr als Handcreme, Bodybutter & Co". Seit Wochen eiere ich im Beautykosmos um Rezepte, die mir halbwegs überschaubar scheinen und regelmäßig breche ich nach 2 Stunden lesen nachts ab, weil mir der Kopf schwirrt. Oder ich merke, dass mir bei dem Rezept, das mir plötzlich genau das Richtige für den Wiederanfang zu sein scheint wieder der genannte Emulgator/Gelbildner/whatever fehlt - und auf der Suche nach einem geeigneten Ersatz breche ich dann wegen des schon genannten schwirrenden Kopfes nach geraumer Zeit meine Rezeptanpassung wieder ab. Auf die Weise habe ich ungefähr alle 2 Tage "mein" Wiedereinstiegsrezept geändert und das über anderthalb Monate hinweg.

Jetzt hatte ich heute aber Lust es einfach zu probieren, habe mich kurzerhand halbwegs an eine grobe Prozent-Anleitung der verschiedenen Phasen für ein Fluid gehalten und die vielen Gorgeous-Varianten im BK als Zusammensetzungsinspiration verwendet. Geworden ist das bei mir genau so, wie es immer wird, wenn ich ein Rezept als Grundlage nehme: ich machs anders. Aber man kann die Grundidee noch erahnen. Und schick siehts auch aus in dem Pumpspenderchen, find ich *g*




Jetzt habe ich also ein Fluid aus Grüntee-Leinsamenschleim mit so netten Dingen wie Seidenprotein, Panthenol, Teebaumöl und einem Tröpfchen Milchsäure drin und bin gerade ganz angetan davon, wie angenehm es auf der Haut ist. Nur die Sache mit diesem Leinsamenirgendwas... daran muss ich noch arbeiten. Ich hatte erst die Proportionen wohl etwas zu großzügig (zugunsten der Leinsaat) berechnet und mir blieb konsequenterweise mein Löffel im Leinsamenkleister stecken. Streckenweise hatte das noch gallertartige Konsistenz, aber gießen oder so hätte ich es nicht mehr können. Aber Versuch macht kluch und für das Fluid habe ich mir eine dünnere Variante abgekocht. Allerdings: dieses dicke quallenartige Leinsamenprodukt war genial zum abschminken (hab ich so spontan probiert, bevor ichs in den Mülleimer geschaufelt habe)



Liebe Grüße und ein schöne Nacht Euch allen!




Freitag, 12. Februar 2010

Freitagsfüller

Nachdem ich erst vor 2 Tagen gemerkt habe, dass Jessica und ich vergangenen Freitag eigentlich den von vor 2 Wochen ausgefüllt haben - nehme ich heute den aktuellen direkt von scrap-impuls *ggg*. Falls ich das noch nicht erwähnt haben sollte: ich habe die schon lange gerne auf Blogs gelesen und finde es total toll, dass ich jetzt auch Freitags-Füllern kann :-D. Die Vorgaben sind normal und das von mir Ergänzte ist fett geschrieben und wer ihn sich holen mag, kann das gerne tun.
  1. Heute morgen hatte ich einen dicken Kopf und keine Lust aufzustehen.
  2. Eigentlich zuckts mir ja bei Metallica&Co in den Gliedmaßen. Aber wenn ich irische Musik oder Flamenco höre, könnte ich sofort los tanzen.
  3. Eine Vorspeise mit Freunden zu teilen, finde ich in Restaurants macnhmal ganz nett. So kann man mehr probieren und sonst reicht oft der Hunger nicht für alles.
  4. Mahatma Gandhi ist jemand, den ich näher kennen lernen möchte.
  5. Der Geruch von feuchter Luft mit einem Hauch süß erinnert mich an Frühling.
  6. Mein Auto hat lange Zeit beim Kuppeln immer wie ein Vogel gezwitschert. Das fand ich eigentlich nett. Irgendwann hat es dann aber angefangen sich eher anzuhören wie ein quiekendes Schwein - da habe ich dann die Kupplung machen lassen und das hat alles besser gemacht. Es schweigt zufrieden ;-)
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meinen Feierabend, morgen habe ich ausschlafen, meinen Putztag und den Besuch von einem lieben Freund geplant und am Sonntag möchte ich unbedingt Dinkelhexes Schneckennudelrezept ausprobieren.


Sooo :-) Nun könnt Ihr damit machen, was Ihr wollt und ich wünsche Euch einen schönen Rest-Freitag!
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Sonntag, 7. Februar 2010

2 Leckerbissen für die Nase



Ich bin gerade auf dem olfaktorischen Genusstrip, was das Sieden angeht und dabei sind in den letzten Tagen diese beiden Leckerbissen entstanden. Die erste ist eine Seife aus Mandelmilch. Ich kann Euch sagen, das hat gestunken beim Rühren. O-Ton mein Liebster: "Boaa. Das stinkt ja wie in ner Tierfellfabrik". Aber ich wollte halt wenn schon Mandel, dann richtig Mandel - also reichhaltig! Ich halte nix von nem halben Liter Wasser auf 150g Mandeln oder so... *g*. Das muss schon richtig auf die Hüften schlagen. Also habe ich die Mandelmilch aus 300g Mandeln und 200g dest. Wasser gemacht. Klar sind noch 25% der Fettmenge ebenfalls Mandelöl ;-) Ich habe sie beduftet mit PÖ Milch für den Hauptteil und für die Minimenge dunkleren SL nur 1g PÖ Mandelbisquit. Mandelbisquit duftet durch trotz des verschwindend geringen Anteils und die Mischung lässt mich nostalgisch an Schulzeiten erinnern, wenn ich in einem kultigen Cafe in Freiburg heißen Milchschaum mit Amaretto bestellt habe. Mjamm!!! Einen Namen hat sie noch nicht wirklich (einfallslos Mandelmilch? Dulcima? Süße Erinnerung? Keine Ahnung...) und das hier ist sie:


[...*Name zum Zeitpunkt des Postings noch unbekannt*...]
[...*Seife wurde dank freundlicher Anregung schließlich auf den Namen
Dulcinea getauft*...]





Die zweite der beiden hat mich ein wenig ins Schwitzen gebracht, weil das PÖ Hazelnut wirklich kräftig andickt und ich meinen Plan im oberen Teil zu marmorieren dann mal direkt verabschieden konnte. Zusätzlich heizt das derart auf, dass die Seife keine 5 Minuten nach dem Einformen schon in der Gelphase war und ich ein wenig Schiß hatte, dass sie sich trennt. Ich war dauernd auf dem Sprung, sie doch noch auf den Balkon zu stellen, wenn sie mir zu heiß würde - aber sie hat sich dann ganz artig beommen :-) Die Lauge ist mit Haselnussmilch aus ungeschälten Haselnüssen angerührt und da das PÖ anscheinend dunkelbraun färbt, gehe ich davon aus, dass sie noch deutlich nachdunkelt. Macht aber nix, im Gegenteil. Ich habe dank Jessicas Mutmachung gewagt das PÖ zum Kontrastfärben zu nutzen - der helle Teil ist unbeduftet und zusätzlich mit TiO2 aufgehellt.


I've gone nuts



Beide duften so lecker, dass ich dauernd dran schnuppern könnte und mir dabei quasi Herzchen aus der Nase quellen ;-)



Abstandhalter

Freitag, 5. Februar 2010

Freitagsfüller



da wollte ich schon die ganze Zeit mal mitmachen und vergesse es jedes Mal. Jetzt habe ich ihn mir von Jessica geholt.


  1. Wenn ich nach links schaue sehe ich eine gelbe Wand
  2. Das Wohnzimmer ist der Raum mit der besten Aussicht im Haus
  3. Man kann sagen was man will, aber so rein optisch hatte der Schnee echt Charme.
  4. Schupfnudeln, Sauerkraut, Speck und Milka-Kekse ist das letzte, was ich gekauft habe.
  5. Wenn es so kalt ist wie jetzt, finde ich die Temperaturen schon wieder erträglich. Kein Kratzen mit eingefrorenen Fingern mehr.
  6. Ich würde gerne in "unser Häuschen" umziehen, das denke ich immer öfter.
  7. was das Wochenende angeht, heute abend freue ich mich auf Schupfnudeln, einen gemütlichen Abend und das Ausformen der neusten Seife, morgen habe ich den Besuch meiner Patentante geplant und am Sonntag möchte ich schlafen bis ich nicht mehr kann :-D.

Liebe Grüße an Euch!

Mittwoch, 3. Februar 2010

Imbolc - Seife zum Jahresfest




Meine Seife zu Imbolc:



Die Seife Imbolc ist an und zu diesem Jahresfest entstanden, das eines der beiden Winterfeste ist und den Höhepunkt des Winters markiert. Ab Imbolc geht der Winter seinem Ende zu - oder er sollte es jedenfalls ;-) Es ist das Fest der Brigid, der strahlenden Göttin, die die dunkle Göttin verdrängt (das habe ich versucht auf der Banderole mit der Färbung des Triplemoons darzustellen).



Die Bedeutung dieses Jahresfestes für mich (aber Achtung, das liest sich ziemlich geschwollen): An Imbolc geht es für mich darum, die Dunkelheit auszutreiben. Das bezieht sich einerseits symbolisch auf die Welt um mich herum und andererseits auch auf mein inneres Erleben. Ich will die lichte, fruchtbare Zeit einladen & begrüßen, die dunkle Zeit (Feuer-)prasselnd vertreiben. Dazu gehört für mich, die derzeit noch präsente Dunkelheit als Realität anzunehmen und ihr dann mit Vehemenz auf Wiedersehen zu sagen. Quasi ;-). Ich kehre mich und meine Aufmerksamkeit wieder mehr von innen nach außen, genau so wie die Natur allmählich so weit ist, wieder "nach außen" zu gehen. Daher geht es mir auch um die dafür notwendige reinigende Transformation - dieser Aspekt spielt für mich persönlich zu Imbolc immer eine große Rolle. Das darf auch gerne mal wild und lärmend laut sein, im Gegensatz zur z.B. Wintersonnenwende, die für mich eher ein stilles Fest ist.
Jetzt habe ich also versucht, Imbolc in eine Seife zu bringen *ggg* - die Schichten sind zwar nicht gerade geworden, aber es war mein erster wirklicher Schichtseifenversuch und das passt schon, finde ich. Bei mir im Leben wäre "gerade" sowieso eine seichte Lüge :-D

Umzusetzen versucht habe ich dabei Folgendes:

Farben: Um den Übergang von der Dunkelheit in die helle Jahreszeit zu symbolisieren, habe ich 5 Schichten im dunkel-zu-hell-Farbverlauf gemacht. 1. Schicht in dunkelgrau, darauf ein Feuer (mithilfe von Einwegspritze und Zahnstocher). 2. Schicht dunkelrot 3. Schicht gelb 4. Schicht dezentes Tonerde-grün und 5. Schicht weiß/ungefärbt. In die weiße Schicht eingebettet sind Einleger in Form von Krokus und Schlüsselblume (ich glaube, wenn ich dazu schreibe, was es sein soll, kann man es mit etwas gutem Willen auch erkennen *g*)

Feuer: als Element und Symbol, das Brigid zugeordnet wird; als ein in verschiedener Form vielerorts üblicher Brauch an Imbolc Feuer und/oder Kerzen zu entzünden; als stärkstes transformatorisches Element; als Symbol für die wiederkehrende Sonne und für die strahlende Göttin, die die dunkle Göttin ablöst. Dafür habe ich die Farben rot & gelb als Schichten, sowie ein rotgelbes-Feuerchen auf jedem Seifenstück in der dunklegrauen Schicht. Ebenfalls zu den Feuerbräuchen gehört für mich noch, dass man (zumindest früher) für dieses Fest Kerzen aus den vorrätigen Tierfetten hergestellt hat - dafür habe ich symbolisch Schweineschmalz verwendet. Ebenfalls zur Symbolik des Feuers habe ich für das Dunkelgrau Pflanzenkohle und Birkenasche verwendet. Dat Dunkel soll schließlich endlich wech!!!


Die noch gegenwärtigen winterlich-dunklen und kargen Aspekte sollen natürlich durch das dunkelgrau, aber auch durch das ÄÖ edle Hölzer dargestellt werden.

Transformation: Da für mich Imbolc eines der transformatorischsten Jahreskreisfeste ist, spielt das bereits erwähnte Feuer eine Rolle und ich habe mich dazu entschieden, die Schlüsselblume zu verwenden. Sowohl als Einleger, als auch in Form einer zerpulverten Blüte im Seifenleim (ich kenne die Wirkung von Schlüsselblume, aber man soll sich mit der Seife waschen und sie nicht inhalieren oder essen ;) Es ist außerdem eine symbolische Blüte aug 650g Fettmenge). Für Reinigung kam bei mir Olibanum mit hinein, aber nur in den dunkelgrauen Teil, weil von den dunklen Aspekten will ich mich ja erstmal wieder befreien *g*. Wie passend außerdem, dass es eine Seife ist, die sollte ja ansich schon reinigen... ;-)

Vegetation & Fruchtbarkeit - Für den Beginn der fruchtbaren Zeit habe ich Folgendes verwendet: die Farbe grün, Lanolin & Schafmilch, das Samenöl Fenchel und für die kommende Blüte ÄÖ Lavendel (auch ein schön hell-transformatorisches Kräutlein). Und natürlich die Blumeneinleger Krokus und Schlüsselblume als 2 frühblühende Pflanzen.

Die wiederkehrende Helligkeit/Frische: Farbe weiß, ÄÖ Lemongras

Brigid: Ihr Farbe ist weiß und sie ist die strahlende Göttin, was auch im leuchtenden Gelb der Schlüsselblumen zum Ausdruck kommen soll. Sie ist die Göttin der Schmiede und ihr wird das Feuer zugeordnet. Eine klare Imbolc/Brigid-Pflanze ist für mich außerdem die Birke. daherhabe ich Birkenasche mit der Pflanzenkohle in den dunkelgrauen Seifenleim gegeben.


Lustig ist: die Duftmischung aus den ätherischen Ölen edle Hölzer (Mischung), Fenchelsamen, Lavendelblüten & Lemongras mit dem Hauch Olibanum duftet erstaunlich gut.


Ich habe echt nen Schuß weg, was Analogien und Korrespondenzen angeht - also keine Sorge, wenn Euch das zuviel des Guten war *zwinker*
Liebe Grüße an Euch!



Dienstag, 2. Februar 2010

Formatierungsschwierigkeiten - komische Optik

Sorry für die komische Optik! Ich habe gerade wieder Schwierigkeiten beim Posten gehabt und die sichtbare Formatierung hat nur noch teilweise die Form, die sie beim Schreiben hatte. Es kann sein, dass das Kommentieren auch wieder nicht jedem möglich ist, das war letztes mal so, als ich diese Schwierigkeiten hatte.

Ichhabe den Beitrag zur Imbolc-Seife daher noch einmal entfernt und neu eingestellt, in der Hoffnung, dass das dann besser ist. Ich hoffe, es ist nicht allzu anstrengend zu lesen (von dem Inhalt mal abgesehen, meine ich *g*).



Brigid - ein Artikel der online-Zeitschrift Damháin Alla



Ich lese gerne und regelmäßig das Online-Hexenmagazin Damháin Alla. Sie schreiben interessante und gute Artikel, auch zu Themen, zu denen ich mich sonst nicht unbedingt aktiv belesen würde ;) Vergangenes Jahr haben sie in der Imbolc-Ausgabe einen Artikel über Brigid herausgebracht, den ich wirklich lesenswert finde und ich habe mich heute mittag unglaublich gefreut, als ich die Erlaubnis bekam, den Artikel in meinem Blog zu posten. Vielen lieben Dank an dieser Stelle @Bea und Ihr Cumhachder! Die Ausgabe, in der dieser Artikel erscheint, findet Ihr hier als kostenfrei downloadbares PDF und dies hier ist nun der Artikel als vollständiges und unverändertes Zitat:


Brigid
Die Göttin mit den vielen Namen

Brigid, die dreigestaltige Urmutter und Beschützerin der Kelten, ist die Göttin des Feuers, der Schmiedekunst, der Dichter, der Weissagungen, der Inspiration und des Lichtes. Ihr Name bedeutet „Erhabene“, „Strahlende“, „Hoheit“ oder „Mächtige“ und hat einen indogermanischen Stamm. Sie wird oft mit einer Harfe, einem Speer oder auch einem Schmiedehammer dargestellt. In den Händen hält sie einen Kessel, ein Symbol für das immer währende Entstehen neuen Lebens. Ihr Symbol ist eine Swastika, welche die Sonne darstellt.

Brigid lehrte als „Briga“ den Kelten die Kampfkunst und war die Patronin der Kriegsführung. Ihre Soldaten wurden „brigands“ genannt, die Christen nannten sie „die Gesetzlosen“. Robin Hoods Gefährten waren Gesetzlose, ebenso wie die Thags der Göttin Kali und die Assassinen.

Brigids Zeit im Jahreskreis ist der Winter, die Zeit, in der zunächst alles tot, kalt und trostlos erscheint. Doch das Licht und das Leben nahen schon wieder heran und damit kehrt auch die Hoffnung in die Herzen der Menschen zurück. In dieser Zeit setzen sich die Menschen neue Ziele, planen neue Projekte. Und gerade jetzt hat Brigid eine tragende Rolle, da sie die helle und strahlende Göttin der Inspiration und des Lichtes ist.


In Kildare, einer irischen Stadt, die sich in der gleichnamigen Grafschaft befindet, steht Brigids heiliger Schrein, in welchem ihr heiliges Feuer brannte. Dieses Feuer wurde von 19 Priesterinnen behütet und bewacht. Später traten an die Stelle der Priesterinnen Nonnen. In einigen Mythen heißt es, dass Brigid an jedem 20. Tag des Monats selbst erschien und nach dem Feuer schaute. Ähnliches findet sich auch im römischen Mythos der Vesta, deren heiliges Feuer von den Vestalinnen bewacht wurde. Der Bischof von Dublin erklärte das Feuer der Brigid für unchristlich und somit wurde das heilige Feuer 1220 gelöscht. Doch heute wird es wieder für einen Tag im Jahr entzündet und ist am 1. Februar der Mittelpunkt des Imbolc-Festes in Kildare. In Kildare selbst befand sich auch die heilige Quelle und der heilige Baum der Brigid. Dieser Ort wurde auch „Cill Dara“ („Kirche/Zelle bei der Eiche“) genannt.


Der 1. Februar ist der heilige Tag der Brigid und nach dem heidnischen Kalender war dies der Tag des Frühlingsbeginns. In Rom war dieser Tag allen Frauen und der Venus geweiht und wurde als „Lupercalia“ begangen. Die Christen wandelten ihn dann in das Fest „Mariä Reinigung“ oder „Lichtmess“ um, bei welchem jedoch viele heidnische Elemente und Symbole beibehalten wurden.


Je mehr Namen in Irland eine Gottheit hatte, umso größere Verehrung wurde ihr zuteil. So wurde Brigid in Irland auch unter den Namen Boand, Dana oder auch Etain verehrt. In Europa war sie unter den Namen Brigid, Brigit, Bright, Bride, Braid und Brigantia sehr weit verbreitet. Auch trug Brigid viele Beinamen wie „Brigid, die Siegreiche“, Brigid der unsterblichen Heerscharen“, „Brigid, die aschenlose Flamme“, „Die Flamme der Herzen aller Frauen“, „Die Flamme der zwei Ewigkeiten“, „Die himmlische Brigantia“ und noch viele mehr. Beeindruckend ist einer ihrer irischen Titel: „Brighid-Binne-Bheule-Ihuchd-nan-trusganan-uaine“, welcher so viel bedeutet wie „melodiensüße Brighid vom Stamm der grünen Mäntel“.


Die Verbundenheit der Kelten mit Brigid drückt sich auch noch in anderen Beispielen gut aus. So hießen in Irland viele Mädchen und Frauen Brigid. Um 500 gab es in Kildare sogar eine Nonne und eine Äbtissin, welche diesen Namen trugen. Ein weiteres Beispiel für die enge Verbundenheit mit Brigid ist die Tatsache, dass die Frauen einen in der Grundvariante aus drei Haarsträhnen bestehenden geflochtenen Zopf (englisch: „braid“) trugen. Brigid selbst wurde oft mit einem solchen geflochtenen Zopf dargestellt, mit dessen Hilfe sie verschiedene Zauber ausführte.


Aus verschiedenen Mythen ist bekannt, dass Brigid die Tochter von Dagda ist und dass ihr Flammen aus dem Kopf schossen, die eine direkte Verbindung zwischen ihr und dem Universum herstellten, als sie auf die Welt kam. Sie war die Gattin des Bress und schenkte ihm den Sohn Huadán, welchen sie jedoch auf tragische Art und Weise wieder verlor. Daraufhin ertönte zum ersten Mal in Irland die Totenklage. Weiterhin heißt es, dass Brigid zwei Schwestern hat, welche für die Schmiedekunst und die Dichtkunst zuständig sind. Abgebildet werden sie sehr oft zusammen mit Brigid. Die Schwestern der Brigid sind zugleich zwei Aspekte von ihr. Zusammen bilden sie die dreigestaltige Göttin. Die Funktionen teilen sich dabei folgendermaßen auf:


1. Schutzgöttin der Ärzte und Dichter

2. Göttin des Krieges

3. Schutzgöttin der Handwerker, Schmiede und Bronzegießer


Markale erklärt, dass diese Aspekte alle mit der Kunst zu tun haben. Sowohl Dichter, als auch Handwerker wurden als Künstler angesehen. Aber auch die Kriegsführung galt als Kunst. Von Ranke-Graves hingegen verteilt die Aspekte so:


1. Brigit der Dichtung

2. Brigit der Heilkunst

3. Brigit der Schmiedekunst


Brigid wurde oft den Elementen Wasser und Feuer zugeordnet. Das Wasser und die Quellen der Flüsse wurden als heilend angesehen und oft kam ihr Name in den geografischen Bezeichnungen vor. Besonders die Flüsse, die aus drei verschiedenen Quellen entsprangen, wurden der Brigid geweiht. Auch die Dichtkunst wurde dem Element Wasser zugeordnet, zusätzlich dem Feuer als Quelle der Inspiration. Ebenso als Brigid der Heilkunst und der Kriegsführung spielte das Feuer eine wichtige Rolle.


Brigid war bei den Kelten so mächtig, dass es den Christen nicht gelang, sie aus den Herzen der Menschen zu vertreiben und somit wurde sie heilig gesprochen und zur „heiligen Maria der Iren“. Doch viele Dichter und Poeten weigerten sich, Brigid zu einer Heiligen zu reduzieren und beharrten darauf, dass sie die Himmelskönigin war. Somit wurde sie „Mutter meines Herrschers“, „Maria der Gälen“, „Königin des Südens“ und „Prophetin Christi“ genannt. Auch wurde sie zur Nonne erklärt, welche ein Kloster bei Kildare gegründet haben soll. Dieses Kloster war aufgrund seiner Heilungswunder und wunderbarer Fruchtbarkeitsmagie bekannt.


Die christliche Legende sagt, dass Bridgid sich selbst ein Auge heraus riss, als ihr Vater sie zu vermählen beabsichtigte, denn sie wollte nie einem Mann Untertan sein. Als sie zur Nonne geweiht wurde, erhielt sie ihre ursprüngliche Schönheit angeblich auf eine wundersame Weise zurück. Das Fest der heiligen Brigitte von Kildare wurde ebenfalls am 1. Februar begangen, dem heiligen Tag der ursprünglichen Göttin.


Ein irisches Gebet für Bride:


„Lieb ist mir Erin,

Lieb mir jedes Land,

Gelobt soll es sein.

O, weiße Flamme von Leinster

Erhelle das ganze Land.

Anführerin der Jungfrauen Erins,

Anführerin der schönsten Frauen.

Dunkel der bittere Winter

Schneidend seine Heftigkeit

Aber Brides Mantel

Bringt Irland den Frühling.“


Julia