Samstag, 3. April 2010

Quark und Quarkmaschinengedanken

platzhaltergedöns





Ich habe heute Quark gemacht, weil ich eine heißverseifte Olivenölseife machen wollte und vergessen hatte welchen zu kaufen. Für Seifen nehme ich normalerweise gekauften Quark, weil ich dann die Überfettung genau berechnen kann. Bei selbstgemachtem Quark weiß ich nie genau, wieviel Fett im Quark hängt und wieviel in die Molke gerutscht ist, aber eins ist sicher: selbst gemachter, frischer Quark schmeckt ungefähr 1Mio mal besser als fertig gekaufter. Smilla weiß, wovon ich rede

Falls jemand von Euch Quark nicht mag, Ricotta aber gerne isst: macht mal welchen selbst. Geschmacklich kommt frischer Quark viel näher an Ricotta als an den sauren Quark, den man aus dem Kühlregal kennt. Zumindest wenn man ihn mit Lab oder Milchsäure macht. Ich habe ein ayurvedisches Kochbuch, in dem steht ein Rezept mit Zitronensaft, den man in die frisch abgekochte Milch gibt und dann ein wenig umrührt. Das schmeckt dann eben irgendwie zitroniger und nennt sich Paneer statt Quark . Die Mengenverhältnisse sind 1/4 Labtablette oder 1 EL Zitronensaft oder gut 1 TL Milchsäure auf 1l Milch, die man erhitzt hat. Bei Paneer gibt man den Zitronensaft in die kochende Milch. Dann nimmt man die Milch von der Hitzequelle, isoliert den Topf (oder füllt es in etwas isolierbares um) und lässt es einige Stunden stehen. In der Zeit trennt sich die Molke vom Quark und er schwimmt meistens am Stück in der Molke. Ich schneide dann den Quark in Rechtecke und lasse ihn nochmal etwas stehen. Dann gieße ich erstmal den größten Teil der Molke ab, kippe den Quark mit Restmolke in ein mit einem Tuch ausgelegtes Sieb und kümmere mich eine Weile um andere Dinge. Wenn ich den Eindruck habe, dass der Quark nicht mehr "nass" ist, presse ich durch das Tuch die restliche Molke ab. Hört sich vielleicht nach viel Arbeit an, geht aber nebenher, weil es (für so Hausgebrauchsminimengen) nur kleine Arbeitsschritte sind.

Aber jetzt kommts: ich besitze seit 9 oder 10 Jahren eine Quarkmaschine. Ich habe keine Ahnung, was die eigentlich macht, aber ich glaube an sie und benutze sie auch jedes mal ganz treu. Aber wirklich: es ist mir nicht klar, wofür die gut ist . Die Milch muss ich trotzdem auf dem Herd erhitzen, die Labtablette auflösen und von Hand einfüllen und weder klingelt sie nach einigen Stunden, noch macht sie Merkliches mit dem Wasser, was ich zwischen Milchbehälter und Außenwand einfülle. Sie tut eigentlich nichts, außer dass ein Lichtchen leuchtet und wahrscheinlich isolieren. Eigentlich könnte ich auch einfach den Kochtopf mit einem kuscheligen Handtuch umwickeln und stehen lassen. Aber dann denke ich mir wieder: irgendetwas muss sie doch machen, sonst würde das Ding doch nicht Quarkmaschine heißen. Und brav nutze ich sie beim nächsten mal wieder...
Naja. Das ging mir gerade so durch den Kopf und da dachte ich, ich teil das mal der Welt mit *ggg*.


Liebe Grüße und vor allem schöne Ostern an Euch alle!



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Kommentare:

  1. Ich kann mir vorstellen wie lecker der schmecken muss, es ist oftmals so das selbstgemachtes einfach besser ( zum Tel anderst) schmeckt.
    Aber was Du da alles zauberst , RESPEKT!

    Bis bald & Happy Easter

    von den Happyburgers ;-)

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  2. Also Joghurt mache ich schon sehr lange selber, aber an Quark habe ich mich noch nicht rangetraut. Ich denke ich werde Deine Anregung mal aufnehmen. Aber wo bekomme ich denn Labtabletten und Milchsäure her?

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  3. Huhu LeeLa, Lab gibt es in der Apotheke und in manchen Drogerien. Milchsäure ganz sicher auch in der Apotheke, aber günstiger z.B. bei behawe oder Baccararose oder bei Raiffeisen (wenn sie Keltereibedarf führen) - man macht's nämlich auch in Hautcreme und stellt damit die nötige Säure bei Fruchtwein ein ;-)
    @Jessica, *lach* Du hast gerade den Finger exakt auf meinen größten Tick gelegt. Alles mögliche selbst machen.

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  4. Danke für die Tipps, ich werde von den Erfolgen (???) berichten!

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  5. Hallo!
    Das mit dem Joghurt kann ich nur bestätigen....
    Selbsgemachter schmeckt um Welten besser!!!!!

    1 Liter Milch kochen, abkühlen lassen so das sie noch seeeehr warm ist und dann 1/2 - 1 ganzen Becher Joghurt einrühren - nun den Topf isolieren - mit Decken - 24 Stunden ruhen lassen.

    Nicht bewegen oder umrühren in dieser Zeit.

    Diesen fertigen Topf Joghurt nun ganz abkühlen lassen und kühl stellen. Bitte bei Milch und Joghurt immer den selben Fettgehalt wählen. Oder ihr macht es in einem Joghurtzubereiter dann gelingts ganz bestimmt und ihr habt es gleich in Gläser portioniert.

    Lg Sabine

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  6. Huhu Sabine, danke für den Tipp, dass Joghurt und Milch den gleichen Fettgehalt haben sollen. Dann weiß ich jetzt nämlich, warum bei mir Joghurt manchmal was wird und manchmal nicht *ggg*

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